vierter!

dieser blogeintrag sollte eigentlich gestern schon fertig werden, aber irgendwie war so vieles andere wichtiger…

wir sind vierter! also die deutsche eishockey nationalmannschaft bei der eishockey weltmeisterschaft in deutschland.

ich gebe zu, dass ich vor der eishockey weltmeisterschaft doch sehr skeptisch, ja nahezu uninteressiert war. es ist nicht die deg, die leistung bei olympia im winter war gewohnt schlecht, so dass sich das nächtliche weckerstellen nicht wirklich gelohnt hatte, teure preise für tickets, übertragung nur auf sport1, das hinterher-rennen nach einem weltrekord, eishockey in einem fußballstadion, wo man dann eh nix sieht?

das frühlingsmärchen

ja und dann war ich doch in eben jenem fußball stadion, habe sogar den puck gesehen, und habe erlebt, wie unser team tatsächlich eben jenen puck ins tor der usa gedonnert hat! kein grandioses spiel, aber wir waren gut, und waren besser, und die stimmung war fantastisch. noch dazu hat es nicht zwei stunden gedauert, vom stadion wegzukommen sondern alles ging ratzfatz…

ja und dann sprach man in fachkreisen plötzlich vom frühlingsmärchen. knapp verlorene spiele, keine zweistelligen niederlagen, zwischenrunde? erreicht! viertelfinale? erreicht!! im halbfinale!!! im halbfinale gegen russland in führung! gute spiele, gute leistungen, ein torwart, der zum MVP wurde. und dass am ende platz 4 heraus kam, ist einfach wundervoll.

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plötzlich haben sich tatsächlich auch leute für eishockey interessiert, die sonst gar nichts damit zu tun hatten. leute im büro haben mir gratuliert, alle möglichen menschen haben begeistert die ergebnisse verfolgt, so ein bisschen wie damals beim handball. vielleicht lags an den ergebnissen, an toooooooooor meldungen in twitter, es lag bestimmt nicht an den öffentlich-rechtlichen-tv-sendern oder großen zeitungen.

da war ballacks knöchel [ausführlich: am tag des erreichen des 1/4finales, heute sendung, kurz vorher sind wir sensationell weitergekommen, aber welche „meldung“ kommt im sportteil zuerst? ballack humpelt mit krücken zum sofa, setzt sich, sein handy klingelt, er sagt oh eine sms, ja natürlich bin ich traurig.] oder die bayern niederlage [nicht am tag selber, das hätte ich ja eingesehen, nein, die ankunft am tag danach am flughafen ist wichtiger als das spiel um platz 3, das gerade zu ende gegangen ist] wichtiger.

weiter gehts

traurig. aber egal, unser team hat es geschafft, etwas mehr begeisterung für eishockey in unser land zu bringen. und ich hoffe, dass das bis zum herbst anhält. so viele leute wollen mal mit mir zu einem spiel der DEG in düsseldorf kommen, worauf ich mich freue, denn es gibt nichts bessers als eishockey live, am eis, direkt dabei, in düsseldorf. wer es miterleben will, soll sich melden :-)

was bleibt, ist nur immer wieder „the best game you can name is the good old hockey game“ zu hören singen. oder hier anschauen.

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