papier gewinnt.

vorweg: es kann sein, dass ich mir es mit jemandem verderbe mit diesem blogeintrag. aber das nehme ich mal in kauf ;-)

in frankfurt ist buchmesse. und auf einmal dreht sich alles um bücher. schön! auf 3sat redet gerade roger willemsen über reisebücher. das morgenmagazin berichtet jeden morgen. blogs sind voll mit neuen büchern. mich juckt es in den fingern, ständig denke ich „das will ich haben“, oder „das muss ich lesen“. die welt ist voller geschichten, die es zu erfahren gilt. die einen von einem moment zum nächsten in eine völlig neue welt eintauchen lassen. toll ist es, wenn geschichten vorgelesen werden. etwas ganz besonderes, wenn der autor selbst vorliest!

und jetzt reden alle davon, geschichten nicht auf papier zu haben sondern nur digital.

für fachbücher, sachbücher, kann ich mir gut vorstellen, dass ebooks sinnvoll sind. aber für geschichten? romane? echte literatur? nein! nicht für mich.

bücherregal 1
bücherregal 1

ich stelle gerne bücher in die wohnung ins regal. und jedes einzelne genauso wie das regal als ganzes sind ein schöner anblick. die bücher zu sehen erinnert an die geschichten, an die personen darin, oder die umstände, wo ich das buch gelesen habe. ein ebook versinkt irgendwo in den tiefen eines computers.

ich gehe gerne in buchläden, stundenlang, in kleine und große, und gucke einfach was es gibt, was ich gerne lesen würde, welches buch sich gut anfühlt (!), welches titelbild ansprechend aussieht (!). manche bücher gucke ich erst 10 mal an, bevor ich es kaufe, oder ausleihe. andere sehe ich und nehme sie sofort mit. und es ist ein gutes gefühl ein buch aus papier und leim zu kaufen und in die tasche zu stecken und nach hause zu tragen. ein buch downloaden ist einfach wieder eine datei wie jede andere.

bücherregal 2
bücherregal 2

ein ebook gerät kann sooo viele bücher speichern? wenn man in urlaub fährt, kann man deswegen gaaanz viele mitnehmen? ja, ich lese schon meistens mehrere bücher gleichzeitig, je nach urlaub kommt ein buch in den rucksack und man teilt es sich ein oder nutzt eine buchtauschbörse oder kauft ein neues (siehe absatz oben!). ich will in diesem zusammenhang mal an eine gewisse facebook diskussion vor der #twalpen10 reise erinnern, an das unverständnis bei vielen leute, dass ich überhaupt ein buch mitnehmen wollte!

ich will bücher mit eselsohren und einem kaffeefleck drin, eintrittskarten oder belege sind lesezeichen und fallen auch mal nach jahren plötzlich raus. ich will schönes papier, oder ein schmuddeliges reclam heft, dem man ansieht und -fühlt, wie viele andere die geschichte schon gelesen haben. ich will beim lesen den verlauf fühlen- wie der seiten“stapel“ links immer höher, und rechts immer niedriger wird. ich will nicht von batterien und akkus abhängig sein, aber gerne von der helligkeit um mich rum.

bücherregal 2
bücherregal 2

ich will richtige bücher. und ich glaube und hoffe, dass es zumindest so lange ich lebe immer richtige bücher geben wird.

ps: meine generelle haltung zur digitalen welt hat sich ansonsten überhaupt nicht geändert. a l l e s ist online und digital besser. außer bücher :-)

7 Gedanken zu “papier gewinnt.

  1. unterschreibe ich voll und ganz. der gedanke an ein ebook macht mir einen klumpen in den magen. auch wenn mir die anschaffung eines solchen „dingens“ mir beim nächsten umzug sicherlich empfohlen wird.

  2. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen mit einem Kindle oder ähnlichem am Strand/Sofa/Liegestuhl zu liegen und in so einem Plastikteil zu lesen. Dazu hätte ich viel zu große Angst das es irgendwann runter fällt und voller Sand oder auch direkt kaputt ist. Und dann sind alle gekauften Bücher möglicherweise im ewigen Nirwarna. Abgesehen davon das in 200 Jahren keiner mehr was mit einem E-Book anfangen kann, Bücher sind da doch meist was länger haltbar. Und dann noch ein Vorteil von Büchern, der eigentlich erst durch die E-Books aufgekommen ist… Sie haben keinen Kopierschutz ;-)

  3. Hallo
    dann will ich mal eine andere Meinung vertreten :-)
    Ich habe nun schon seit langen einen Sony eBook Reader und habe mir vor kurzem den neuen Kindle geleistet. Ich lese viel bis sehr viel würde ich mal behaupten und ich bin echt glücklich mit meinem „Stück Plastik“
    Vom Lesen her gibt es bei einem modernen eBook Reader (Kein iPad!!) keinen Unterschied zum Buch. Es ist eins zu eins gleich. Man muß sich halt daran gewöhnen, dass man kein Papier in den Händen hat, aber da auch der Kindle in einem Umschlag, quasi wie zwei Buchdeckel steckt, fühlt es sich schon an wie ein „richtiges“ Buch. Ich lese mittlerweile alle Romane nur noch so und da es mir auf den Inhalt ankommt, erfreue ich mich an den Vorteilen: Habe immer mehrer Bücher dabei, brauch die dicken Schinken, die ich lese, nicht rumschlüren und so weiter.
    Außerdem hat sich damit das Unterbringungsproblem gelöst, denn die Reagle sind alle voll :-)
    Bücher kaufe ich aber schon noch: Besondere halt, zum Beispiel Gedichtbände oder so, die besonders schön aufgemacht sind. Da ist der eBook Reader dann keine Alternative.
    Also: jeder wie er’s mag :-)

    lg Markus

  4. danke euch allen für die kommentare. jeder wie er’s mag ist wohl sehr wahr. meine regale sind auch voll, ich kauf demnächst ein neues regal :-)

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