heino und ich

über die wirklich bewegenden, großen dinge im leben kann man manchmal nicht bloggen, also gilt es, über die kleinen zu berichten.


wie etwa meine begegnung mit heino am letzten wochenende in bad münstereifel (im folgenden B.M. genannt).

heino beim schach
heino beim schach

ich bin weit davon entfernt, ein fan von heino zu sein. entfernung etwa 30 lebensjahre. aber seit samstag habe ich durchaus respekt vor ihm und bin sehr sehr beeindruckt. heino besitzt in B.M. ein café. zufällig direkt an der stelle der stadtmauer, über die wir bei unserer wanderung in die innenstadt von B.M. gelangten. ein schnelles „huch, da sitzt er ja wirklich“, ein heimliches foto, weg waren wir auf dem weg zum hotel.


später brachte uns der kaffeedurst zum einzigen freien café-tisch in der sonne – in heinos café, am nebentisch der meister selbst. die ganze zeit über saß heino mitten auf der café-terrasse und spielte mit einem freund schach. alle paar minuten kamen fans und baten um fotos und um autogramme- jeder wunsch wurde freundlich und geduldig erfüllt. kam die bedienung zu ihm mit den worten „heino, da ist gerade ein bus angekommen, kannst du die gäste kurz begrüßen?“, da machte er noch einen zug auf dem schachbrett, ging hinein und kurze zeit später hörte man jubel und applaus. der meister kam zurück, spielte weiter schach als sei nichts gewesen.


im hintergrund lief in dauerschleife ausschließlich heino-musik. und wenn es dem meister gefiel, dann sang er halt mal eine strophe mit- in einer w a h n s i n n s- stimme!


jeder, der am café vorbeilief, starrte heino an, machte fotos. jeder.


wer könnte es heino verübeln, sich mit seinem schachpartner ein ruhiges eckchen im versteckten garten zu suchen? nein, er setzt sich mitten rein in seine fans. natürlich macht er damit geschäft- die omachen haben kuchen geschaufelt als hätten sie noch nie von zucker- oder cholesterin-werten gehört und die busladungen von menschen kommen nicht wegen der (zugegeben sehr guten) torten sondern um einen blick auf den mann mit der sonnenbrille zu werfen.


ich habe kein autogramm geholt aber ich habe mich daran erfreut, wie ein star die kleinen dinge des lebens genießen kann: im oktober in der warmen sonne draußen sitzen, kaffee trinken, schach mit einem freund spielen. fotos habe ich natürlich gemacht, „heimlich“ ;-)


ps: leeeeecker stachelbeer-baiser-torte!!

2 Gedanken zu “heino und ich

  1. Ja, in dem Cafe hab ich auch schonmal gesessen. Und wäre am We auch fast dort gewesen. Leider hat mich aber eine gesundheitliche Halsverstimmung daran gehindert.

    Wäre witzig gewesen Dich grade dort mal wieder zu treffen…und dann auch noch Heino ;-)

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