gebrauchsanweisungen für cuba (2)

in den schwärzesten stunden meines offline daseins, in nicht enden wollenden wartezeiten an kubanischen busstationen, habe ich im geiste so viel blog einträge über cuba geschrieben- und was ist dabei rausgekommen? leider hat einen das wahre leben nach einem urlaub dann doch viel zu schnell wieder, und statt endlich mal von cuba zu erzählen, koche ich suppe, sitze an krankenbetten, versuche ich google wave zu lernen, plane ich eine alpenüberquerung.

grr, und zwischen dem letzten satz und jetzt ist auch schon wieder eine halbe stunde vergangen, weil ich so vertieft in einige einträge in meinem feed reader war. und heute abend wieder mal fast nix geschafft habe von dem, was ich eigentlich machen wollte. aber trotzdem ganz kurz ein tipp für cuba:

fahrt im oktober/ november!

offiziell ist es zwar noch die hurrikan zeit, aber das heißt nur, dass da was sein kann aber nicht muss. von den 13 tagen hat an 12 tagen die sonne geschienen, meistens den ganzen tag. abends hats zwei mal geregnet und den 13. tag eigentlich den ganzen tag, weil da – in einem anderen teil der karibik- tatsächlich ein sturm unterwegs war. ansonsten das perfekte programm für einen deutschen herbst, viel sonne, viel wärme aber nicht zu stickig oder schwül, blühende bäume, immer flipflops und dünne kleidchen und nur abends hängt man sich die berühmte leichte jacke mal so über die schultern (die man aber für die klimaanlage bei busfahrten IMMER dabei haben sollte…).

die hauptsaison in cuba und im rest der karibik geht aber erst im dezember los, deswegen waren flug, unterkunft und sprachschule noch billiger und es war relativ wenig los. es haben sich nur kleine massen durch die gassen von havana vieja, der altstadt, geschoben. bei den casas particular konnte man einfach anklopfen und nach einem bett fragen, es war immer was frei (wenn nicht in genau dem haus, dann bei den nachbarn). und bei den bussen gibts tatsächlich auch platz, und das kann in der hauptsaison tatsächlich zum problem werden, glaube ich, wenn man nur eine begrenzte zeit hat.

beispiel die busstrecke santa clara- havanna. es gehen 3 busse von viazul am tag. der bus kommt aber von santiago de cuba, hat also schon passagiere geladen, wenn er in santa clara ankommt. 2 plätze in dem bus sind für einsteiger in santa clara reserviert. man gehe also am tag vor der fahrt (das gilt für november) in ein reisebüro oder in die bahnstation und versuche einen dieser plätze zu reservieren. wenn die schon belegt sind, gibts nur eins: auf gut glück zur busstation und hoffen. in unserem fall hieß das: morgens um 7 zur busstation. dort wird der name auf eine liste geschrieben, dann wartet man bis 10 minuten vor abfahrt des busses! in dieser zeit (so scheint mir…) telefoniert der busstationsmanager mit dem busfahrer und zählt die leeren plätze durch. und die in santa clara wartenden werden dann der liste nach von oben nach unten auf diese plätze verteilt.busticket

der bus am 6. november war nicht ganz voll als wir nach havanna eingefahren sind, und alle 7 leute in santa clara kamen mit. wie das in der hauptsaison ist- mit sicherheit riskanter. spanisch sollte man dafür auch können. denn der busmanager unterhält sich gerne mit den potenziellen fahrgästen- mir schien fast, er vergibt die plätze nach sympathie… für den bus braucht man wie gesagt einen warmen pulli und ohrstöpsel- oder man wird gnadenlos mit lauten videos vollgemüllt. kubaner trifft man bei viazul übrigens nicht, die können sich die 18 CUC zwischen santa clara und havana nämlich nie im leben leisten, das ist etwa ein monatslohn, der ihnen aber in einer anderen währung ausgezahlt wird und ihre CUC brauchen sie für spülmittel. aber das ist ein anderes thema.

als kleines schmankerl zeige ich euch noch, wie kubanische bustickets aussehen (hm jetzt ist das foto wieder am artikel ende, zerschießt es mir jetzt wieder das ganze blog? ehrlich gesagt ist es mir gerade egal, ich will jetzt gleich schlafen gehen und werde notfalls morgen reparieren ja, leider tut es das, deswegen habe ich das foto ein paar absätze hoch geschoben, passt nicht mehr so in den kontext, aber das ist mir nun wirklich egal).

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