ein ernstes wort|über das fernweh

damit ihr alle es jetzt auch erfahrt. warum es in letzter zeit so still um mich war.

mein uropa hieß mit nachnamen vogel. er schrieb mal so was wie seine memoiren, und gab darin zu, von den zug- und wandervögeln abzustammen. [aus aktuellem anlass sollte ich noch erwähnen, dass man damals seinen antrag auf aufnahme in die nsdap abgelehnt hat. aber ich schweife ab.]

mein opa, kein blutsverwandter von oben genanntem uropa, hieß keller, aber in seinem keller saß er nur ganz selten, viel lieber reiste er zu den kreuzfahrtschiffen und skipisten dieser welt, und machte kurz vor dem ende noch mal eine spannende flusskreuzfahrt auf dem dnjepr [und brachte verdächtig viele fotos von weiblichen mitreisenden mit ;-) ]

mein vater, ebenfalls kein blutsverwandter der beiden oben genannten, verbrachte seine jährlichen 6 wochen sommerferien (plus die lehrerbedingten freien tage im herbst, zu ostern, zu weihnachten etc etc) auch am liebsten fernab der heimischen scholle [inzwischen hat er dauerferien], unvergessen seine geschichten vom kaputten motor in der wüste

von algerien und abenteuern in rumänien, und das harmlosere wir-packen-kinder-und-alles-was-wir-haben in den passat und fahren an die nordsee zum sommerferien-auf-dem-bauernhof und die blagen wollen jeden abend beim selben italiener essen.

also, die reiselustigen gene der oben genannten herren treten bei mir in höchstkonzentrierter form auf. es wurde damit auch immer schlimmer. zuhause isses zwar schön, aber woanders [eifel. holländische küste. spanische städte. südamerikanische ruinen-städte.] isses noch viel schöner. und zurzeit hat es mich mal wieder richtig gepackt. es kribbelt, und die sirenen des abenteuers locken.

deswegen habe ich mir einen flug nach neuseeland gebucht. für ende september. rückflug ein jahr später. ich werde dort wandern und wale gucken und berge erklimmen, und wenn das geld ausgeht, werde ich ein paar kiwis ernten, weinreben hochbinden oder hostel-klos putzen.

und weil dafür so unendlich viel zu organisieren war und ist, stand mir der kopf in letzter zeit nicht so wirklich nach bloggen, nach blogs lesen, nach kommentieren oder kommentare beantworten. der feedreader ist der explosion nahe, und ich fürchte, das wird sich so bald auch nicht ändern. aber ich verspreche euch knaller-geblogge vom ende der welt, da gehts dann nicht mehr um mickey mouse heftchen sondern darum wie man am besten ein schaf schert!

und habe ich nicht immer gesagt, dass 2007 ein gutes jahr wird? es ist so weit!

14 Gedanken zu “ein ernstes wort|über das fernweh

  1. Oh man! Das find ich ja total klasse! :)
    War das eine lange geplante Entscheidung?
    Und ja- wie machst Du das mit der Arbeit?
    Jedenfalls: TOLL!
    Und ich freue mich riesig auf alles, was Du dann von dort aus so bloggen wirst! :)

  2. Weia, wenn dann richtig, was?

    Aber ich finds gut. Schreibst Du auch mal eine Postkarte von dort? So eine richtige, aus Papier?.
    Hoffentlich ist da jeden Tag was im Blog bei Dir. ;-)

    Ist das denn bei Dir so einfach vereinbar mit dem Job?

    Aber echt cool *bewunder* ;-)

  3. Supi, supi, supi! Da bin ich ja wirklich gespannt wie ein Flitzebogen!! Und falls Du meinen Ex-Brieffreund Neil triffst, richte ihm schöne Grüsse aus (er ist der, der „and“ immer ohne „d“ schreibt).

  4. mit dem job warten wir mal ab wie es nächstes jahr aussieht. jeden tag bloggen kann ich nicht versprechen, aber postkarten gibts natürlich. die sind dann wenigstens mal früher beim empfänger als der absender selber.
    und neil versuche ich auch zu finden.
    und für susertux bringe ich ein schäfchen mit!

  5. 1 Jahr Respekt ich hätte dazu nicht den Mut, aber vielleicht kommt du ja zwischen dem Schafe scheren noch dazu alle James Bond Filme zu gucken ;-)

  6. @ ela, stimmt, da war noch was :-) nicht wirklich erfolgreich dieses projekt. ich sollte mal mit der airline sprechen (bzw. von der liest hier ja eh jemand mit denke ich), damit ich auf dem flug ein paar james bond filme abarbeiten kann…
    und was den mut angeht – ich wache fast jede nacht mit leichten panikattacken auf und frage mich, was ich da eigentlich mache…

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