E wie Es kommt keiner

Es kommt keiner.

In einem dieser Produktivitäts-Achtsamkeits-Sekbstverbesserungstexte habe ich den Satz letztes Jahr gelesen, und er ist hängen geblieben.

Es kommt keiner, der für dich den Keller aufräumt.

Es kommt keine, die dir die Telefon Anrufe erledigt, die du so lange aufschiebst.

Und niemand kommt und kocht für dich, ohne Zucker, ohne Glutamat, ohne schlimme Zusatzstoffe.

Und wenn du noch so lange wartest, es kommt keiner.

Außer manche Sachen, die erledigen sich tatsächlich von selber irgendwann, aber gut fühlt man sich selten damit.

Ein Bullet Journal soll ja helfen, Sachen erledigt zu bekommen und nicht aufzuschieben. Ich bin froh, dass ich vor vielen Monaten mit dem Journaling angefangen habe, meine Seiten und Listen und To Dos und Gedankensplitter unterbringe, die irgendwann mal zu Blogartikeln werden sollen.

Aber manche Aufgaben wandern von Woche zu Woche mit, seufzend trage ich sie in die neue Übersicht ein und male einen kleinen Pfeil an die alte. Dabei ist abhaken doch viel schöner!

Ganz blöd ist, wenn Aufgaben mit uns ins neue Jahr wandern… Auch im neuen Jahr kommt nämlich keiner.

Den Satz immer wieder aufsagen hilft manchmal tatsächlich.

Und wenn ich ihn jetzt ganz oft aufschreibe, hake ich diese Woche vielleicht endlich mal wirklich ein paar Dinge ab.

Es kommt keiner.

Das meiste ist ja sogar schnell erledigt. Wenn man in 10 Minuten einen Blogartikel schreiben kann, kann man doch auch andere Aufgabe erledigen?

Es kommt keiner!

Es kommt gerade auch keiner, der meine Artikel ins Blog einstellt und Gutenberg erforscht. Ich schreibe brav meine Artikel, aber sie bleiben auf dem iPad liegen…