D wie dunkel

Die Dunkelheit draußen ist hart. Wie lang ist es her, dass die Sonne geschienen hat? Dabei rede ich mir ja immer ein, dass es der Vorteil von Schnee ist, dass er die Welt heller macht.

Im Moment liegt so viel Schnee, es schneit seit Tagen unaufhörlich und nur manchmal geht er in Schneeregen über. Aber alles ist grau. Hellgrau, dunkelgrau, mittelgrau, mausgrau, wolkengrau.

Es raubt mir die Energie, so, wie mir Sonnenschein Energie gibt, nur weil es hell und leuchtend ist.

Gammeln und faulenzen ist sicher nicht schlecht, aber es verstopft mir den Kopf. So wie die Wolkenschicht liegt eine Schicht über meinem Hirn, meiner Kreativität, meinem Antrieb. Es muss nicht immer Vollgas sein, ich genieße es auf der Couch zu lesen mit einem Buch und einer Tasse Tee. Aber es ist genug. ich mag jetzt wieder Action. Ich will Skifahren und Ausflüge machen mit Schneeschuhtouren und Stadtbummel, dick eingepackt draußen sitzen und Kaffee trinken, der viel zu schnell kalt wird. Wo die Sonne – vom Schnee reflektiert – blendet, und wo man nicht ohne Sonnenbrille das Haus verlässt. Die Liste der Höhenmeter soll länger werden und der Stapel an Skipässen höher.

Die Stunden, die sich im Moment zäh aneinanderreihen, sollen dahin rasen. Weil die Helligkeit Leben ins Leben bringt. Vom Aufwachen bis zum Einschlafen.