B wie Brexit

Es ist nicht so, dass ich mich wirklich intensiv mit den Details des Brexit beschäftigt hätte. Hin und wieder ein Artikel über Verhandlungen, über Zukunfts-Szenarios, über Vorkehrungen, die getroffen werden.

Aber von Grund auf bin ich dagegen! Ich möchte Großbritannien dabei behalten! Die EU steht für mich für so wichtige Faktoren wie Frieden, Freiheit, Zusammen, Gemeinsam, Stärke.

Ich verstehe die einfache Tatsache nicht, dass sich das Land aus so einer starken Gemeinschaft zurück zieht, freiwillig. Es ist so wertvoll Europäerin zu sein. Ich kann einfach irgendwo hinreisen, ich benutze mein Geld weiter und mein Handy Datenvolumen, spontan, ohne Visum, so lange ich will. Reisen oder arbeiten oder studieren, ich bin nicht beschränkt auf das Land, in dem ich zufällig geboren bin. Unternehmen können einfach ihre Waren und Dienstleistungen in einem großen Gebiet anbieten, ohne komplizierte Zollformalitäten. Es macht alles vielfältiger, einfacher, abwechslungsreicher, friedlicher, dieses Europa.

Aber die Briten glauben, dass sie alleine alles besser können? Ok, ein Teil der Briten glaubt es.

Für mich als Reisende wird sich vermutlich gar nicht so viel ändern. Sie werden nicht plötzlich ein Visum für Touristinnen verlangen. Obwohl ich da von einem Szenario hinsichtlich Fluggesellschaften gelesen habe… es fehlen Verträge für Starts, Landungen, Überfliegen von EU und Nicht-EU Staaten. Werden Flugzeuge also einfach so zwischen Großbritannien und Rest-Europa hin und her fliegen dürfen?

Dennoch verspüre ich in mir den Wunsch oder das Bedürfnis nach einem “Abschieds-Besuch”, noch einmal nach London, bevor alles anders ist. Instagram hilft, mit unendlich vielen kleinen Details von Bildern von Cafés, von Läden, von neuen Büchern der Lieblingsautoren, von Bildern der Themse und der Towerbridge, von roten Bussen und von so vielen Lieblingsorten.

Es wird vielleicht einfach Zeit für einen Besuch in einer Lieblingsstadt, und der Brexit ist der Vorwand, der Auslöser jetzt schnell einen Flug zu buchen und ein Hotel. Und vielleicht vor Ort mehr zu verstehen, was da gerade passiert mit meinem geliebten Europa, ob wir etwas tun können oder einfach zuschauen müssen.

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