Dezember 22, 2009
Filed Under (unterwegs) by optimistin

und direkt noch ein nachschlag zum wien-besuch letzte woche. viel touristenprogramm gab es eigentlich gar nicht. die meisten highlights hatte ich bei früheren besuchen schon besichtigt, es hat die ganze zeit geschneit und ein eisiger wind hat geweht, so dass ein spaziergang in welchem park auch immer auch nicht wirklich heimelig war. also blieben, wie schon gesagt, die kaffeehäuser, jede menge buchläden, die suche nach weihnachtsgeschenken, das leopoldmuseum sowie ein gar wunderliches kleines museum, dessen einziger gast ich wohl an diesem tage war und das bestimmt nur leute wie ich betreten, die schon “alles andere” gesehen haben: das globenmuseum.

globenmuseum wien

ein globus am anderen, in groß in klein, in alt in jung, von erde und himmel, alle kostbar, alle wunderschön, geheimnisvoll mit arabischen buchstaben und solche mit fehlenden oder falschen kontinenten/ inseln/ ländern.

dazu ein raum, wo stück von privaten globus-sammlern ausgestellt werden, mit sehr persönlichen texten, warum sie globen sammeln und welche bedeutung bestimmt stücke für sie haben.

auf der website kann man sich an 50 globen ganz nah ranzoomen. und reinzoomen in eine zeit, als es noch kein google earth gab und man seine phantasie brauchte, um die geheimnisse und geschichten hinter den gemalten ländern und meeren zu entdecken.



Dezember 22, 2009
Filed Under (leben und so, unterwegs) by optimistin

letzte woche in wien habe ich einige wunderbare stunden in diversen kaffeehäusern verbracht, beim plaudern mit freunden, beim zeitung lesen, bücher lesen- und aus dem fenster gucken und nachdenken. zum beispiel darüber, dass mein allererstes vorstellungsgespräch damals nach dem studium in wien war. aus diversen gründen bin ich dann nicht dort gelandet, es hätte aber durchaus dazu kommen können. und die frage ist- wie wäre dann mein leben jetzt, 8 jahre später?

wäre ich noch immer in wien? ich würde wohl bei hofer und bei billa einkaufen und nicht bei aldi und rewe, ich würde 30 cent weniger fürs benzin bezahlen, würde so komische wörter und sätze benutzen wie “schlagobers”, “sackerl”, “jänner”, “es geht sich aus”, “dieses angebot heute nur um 5 euro”. wahrscheinlich könnte ich richtig ski fahren, hätte einen 8000er bestiegen, würde mich immer als kulturhauptstadt fühlen, fände singende kellnerinnen normal. würde ich “die wienerin” lesen? wahrscheinlich nicht, höchstens das horoskop, das mir für 2010 besonders schöne große reisen prophezeit. hätte ich mann, kinder, hund und haus?

nugatknödel im demel

oder hätte ich längst alles hinter mir gelassen, säße auf einer alm mit kühen und ferienwohnung zu vermieten? mit urlaub von november bis februar?

auf jeden fall würde ich 10 kilo mehr wiegen – aufgrund von topfenstrudel, nugatknödeln, kaiserschmarrn, marillenknödeln, sachertorte und all den anderen leckeren sachen. in wien würde ich die im demel, im möbel, im merkur oder im prückel essen, auf meiner alm eher selber machen.

und im wahren leben esse ich sie halt, wenn ich im urlaub bin. kommt also irgendwie aufs selbe raus.