September 10, 2011
Filed Under (sportlich, web) by optimistin

Wenn ihr mal wieder mehr lesen wollt von mir, und wenn ihr euch ein wenig für Berge und Wanderungen interessiert, dann besucht doch mal mein neues Gipfelglück-Blog. Durch die Themenfixierung fällt es tatsächlich leichter zu bloggen als in diesem offenen hier, und ich möchte das Optimisten-Blog nicht zu einem reinen Berg-Blog umbauen. Es wird nicht sterben, aber das blühende Leben ist es ja schon länger nicht. Lebendiger ist das andere Blog schon, ich freue mich über euch als Leser dort drüben. Oder als Fan auf der Facebook-Seite vom Gipfelglück oder beim Gipfelglück-Twitter. Fokus ist das Blog, die anderen beiden Plattformen sind im Moment hauptsächlich dazu da Leser zu generieren.

 

Das neue Blog läuft über posterous, eine komfortable, einfache, schnelle Software. Fokus auf Inhalte, Punkt. Mit dem Blog hier dachte ich, ich mache es über eigene Domain, befasse mich mal mit Servern und Datenbanken und tüftele und probiere und experimentiere. Eine (kurze) Zeit war es auch so, dann hat aber bald die Lust daran aufgehört. Man kann nicht alles können, man kann sich nicht mit allem beschäftigen. Tüfteln und programmieren – das weiß ich jetzt-  gehören nicht zu den Dingen, mit denen ich mich im Detail beschäftigen möchte. Muss ich auch nicht, wenn ich ein Programm wie Posterous verwende. Dann bleibt Zeit für das tatsächliche bloggen und für viele andere schöne Dinge, die mir wichtig sind und die mich wirklich interessieren.

 

Ansonsten geht nächsten Freitag endlich die Eishockey Saison wieder los, endlich wieder DEG, denn das erste Spiel hat mein Team tatsächlich großartigerweise in Augsburg und natürlich bin ich dabei. Es wird ein trauriges Auge dabei sein, der Flugzeugabsturz diese Woche hat einen schweren Schock ausgelöst, das Auslöschen einer ganzen Eishockey-Mannschaft und der Tod von Robert Dietrich ist immer noch unfassbar. Was dagegen hilft? Ich glaube, Eishockey sehen…



Juli 31, 2011
Filed Under (einfach.schön, unterwegs) by optimistin

Über den 30. Juli.

 

[Schottland (3) sowie Fotos folgen später!]

Die ersten Meilen auf dem Weg nach Norden sind von leichter Nervosität geprägt. Warum gibt es in Schottland so wenige Tankstellen?

 

Das B&B hatte kein Internet und das übers Handy ist nicht wirklich überall verfügbar… Also ohne Wanderpläne einfach gen Norden gefahren. Eine recht schmale Straße, die bald in die Berge ging, wobei die Landschaft schon schön war, aber etwas spektakulärer hatte ich mir das ganze nach den Vor-Berichten schon vorgestellt. Glencoe hatte vorher bei allen Tipp-Gebern leuchtende Augen ausgelöst- es war aber zunächst karge Landschaft mit einer Straße durch. Ein Dudelsackspieler an einem Parkplatz, kitschig aber irgendwie erwartet man so etwas ja. Langsam etwas höhere, interessantere Berge.


Dann ein nicht ausgeschilderter Parkplatz. Angehalten, losgewandert. Geklettert, durch Schotter gekämpft, und dann war Glencoe wirklich beeindruckend und atemberaubend schön. Hatte ich den Sonnenschein schon erwähnt? Den Ben Nevis, den wir morgen besteigen wollen, haben wir auch schon gesehen. Während die Reiseführer vor ihm immer warnen, weil das Wetter so unberechenbar ist und der Weg dadurch gefährlich werden kann, so warnen die Leute, mit denen man hier spricht, eher, weil es dort so voll ist. Und weil morgen wohl nicht ganz so tolles Wetter ist… Wahrscheinlich Wolken oder so ;-)


Abendessen gab es heute bei Macdonalds in Kinlochleven. Allerdings ohne goldenes M, mehr so, wie wenn man in Deutschland zu Müllers essen geht. Vegetarian Wellington bestellt, wobei ich Wellington bisher immer mit „Gummistiefel“ übersetzt habe. Hier war das eine Art Blätterteig gefüllt mit Brie und Nüssen. Mit Pommes, alles gibt es hier mit Pommes. Und zum Nachtisch einen ersten Schluck vom goldenen Lebenswasser hier. Das Pint Cola vorher war schneller leer als die 2 cm Whisky, allein der Geruch schon köstlich und der „wee dram“ Jura hat durchaus Lust auf mehr gemacht.

 

Zwischendurch übrigens eine SMS bekommen, dem Schnittlauch zu Hause geht es gar nicht gut. Na und? Hauptsache, uns geht es gut!



April 03, 2011
Filed Under (einfach.schön, unterwegs) by optimistin

Auf einer Skala von 1 bis 5 bekommt die heutige Wanderung von Jachenau auf den Rabenkopf eine 4,5. Knapp vorbei an der vollen Punktzahl nur, weil die Alm kurz vor dem Gipfel erst im Mai aufmacht und uns so eine Gipfelbuttermilch verwehrt blieb.

Blick vom Rabenkopf auf den Kochelsee

Blick vom Rabenkopf auf den Kochelsee

Aber Sonne pur, eine anstrengende Tour, kein Lift in der Nähe, traumhafte Sicht, tolle Mitwanderer, ein Gebirgsbach mit hervorragenden Kneipp-Voraussetzungen (und 2 andere Spielkinder, die gefühlte stundenlang im Wasser rumplanschen müssen…), Gasthaus am Parkplatz mit kühlem Bier und riesigen Portionen Kässpätzle, ein Umweg um den Wasserfall auch noch zu sehen, Blumen und kaum noch Schnee, wohl aber ein 2-3 erfrischende Schneefeld-Durchquerungen, kleine ausgesetzte Pfade und kaum 10m breite Forstwege.

Siesta am Rabenkopf

Siesta am Rabenkopf

Beim Abstieg vom Rabenkopf haben wir sogar einen Raben gehört- wobei ich behaupte, dass der Tourismusverband da zur Touristenerfreuung einen Lautsprecher mit Raben-Tönen installiert hat…
Und das Fehlen der Alm-Einkehr hat sich durch den Halbfinalsieg der DEG auch wieder neutralisiert!



Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

der oktober war golden- und noch zwei mal konnte ich der gefühlten haupt-tätigkeit diesen jahres, dem wandern, fröhnen. in der eifel. ich mag die eifel so sehr. mehr oder weniger vor der haustür, mit so viel wetter-glück , mit jedem schritt mehr glücksgefühle. beim wandern schmeckt alles besser. auch groteske sachen wie lebkuchen mit whiskey aus dem flachmann, im strahlenden sonnenschein in der wiese liegend. mit heiko und sonja bei heino, mit frank, petra und anderen öchern der wildkatze folgend.

wanderparadies eifel

wanderparadies eifel

im oktober war claudi für ein genießerwochenende hier und ich war pinugine essen zum essen bei den pinguinen.

was für ein monat!



Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

im september war ich 1000 m unter tage- nach jahren im ruhrgebiet zwischen zechen und halden endlich da, wo alles anfängt, da wo die kohle liegt wie vor 300 millionen jahren (oder waren es 30?). grubenfahrt mit den kollegen auf prosper 5 schacht 10, in bottrop aber dann unter hünxe. wahnsinn!

glück auf!

glück auf!

im september war auch die sinfonie der 1000, haldenhopping und auch der rheinsteig.

was für ein monat!



Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

Im Juni war #twalpen10- und allein das würde als Jahresrückblick schon reichen. wandern in den alpen mit marc, in oberstdorf los, in meran nach 11 tagen ankommen und mal eben die alpen überquert haben. dann, weil noch zeit ist, ein bisschen das pustertal durchwandern. und danach natürlich münchen. schnee, zirbenschnäppse, geschichten von hunden und “ihr seid bis hier hoch gewandert?”. im nachhinein ein omen.

am wegesrand ist kein nebel

am wegesrand ist kein nebel

im juni war die extraschicht, ich war bei starlight express und auf der königsetappe des rheinsteigs.

was für ein monat!



Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

im april war frühling. der winter war so lang und ätzend gewesen, so dass ich jede blüte einzeln begrüßen wollte. mir war ja nicht bewusst, dass ich den halben sommerurlaub im schnee wandern verbringen würde.

endlich frühling

endlich frühling

im april war ich im harz wandern und auf einem eifel-traumpfad, es gab jede menge ruhr.2010-starke orte und unterricht darin, wie man eine wanderung mit karte und gps gerät plant.

was für ein monat!



Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

meinen geburtstag im märz verbrachte ich mal nicht in berlin auf der itb. sondern im eisstadion der DEG in düsseldorf. wie dieser sonntag abend auch viele andere freitage, dienstag und sonntage in diesem jahr. ein wenig leid, aber viel freud in block 16. noch immer gänsehaut jedesmal, wenn die halle brennt, und unsere jungs einlaufen. ein moment, wo man fest davon überzeugt ist dieses spiel zu gewinnen. das hat wirklich gut geklappt dieses jahr. wegen lawinengefahr hat man uns um die

letzten beiden heimspiele dieses jahr gebracht, darunter das große derby gegen *öln, aber wir starten als tabellenzweiter ins neue jahr, als nr 1 am rhein und mit großartigen aussichten!

DEG du bist mein verein

DEG du bist mein verein

im märz habe ich auch alan bean getroffen, den 4. mann auf dem mond. ich war bei der premiere von wicked und auf der ITB in berlin. und im ahrtal begannen einige wundervolle andauernde wanderfreundschaften.

was für ein monat!



Oktober 14, 2010
Filed Under (unterwegs) by optimistin

über die wirklich bewegenden, großen dinge im leben kann man manchmal nicht bloggen, also gilt es, über die kleinen zu berichten.


wie etwa meine begegnung mit heino am letzten wochenende in bad münstereifel (im folgenden B.M. genannt).

heino beim schach

heino beim schach

ich bin weit davon entfernt, ein fan von heino zu sein. entfernung etwa 30 lebensjahre. aber seit samstag habe ich durchaus respekt vor ihm und bin sehr sehr beeindruckt. heino besitzt in B.M. ein café. zufällig direkt an der stelle der stadtmauer, über die wir bei unserer wanderung in die innenstadt von B.M. gelangten. ein schnelles “huch, da sitzt er ja wirklich”, ein heimliches foto, weg waren wir auf dem weg zum hotel.


später brachte uns der kaffeedurst zum einzigen freien café-tisch in der sonne – in heinos café, am nebentisch der meister selbst. die ganze zeit über saß heino mitten auf der café-terrasse und spielte mit einem freund schach. alle paar minuten kamen fans und baten um fotos und um autogramme- jeder wunsch wurde freundlich und geduldig erfüllt. kam die bedienung zu ihm mit den worten “heino, da ist gerade ein bus angekommen, kannst du die gäste kurz begrüßen?”, da machte er noch einen zug auf dem schachbrett, ging hinein und kurze zeit später hörte man jubel und applaus. der meister kam zurück, spielte weiter schach als sei nichts gewesen.


im hintergrund lief in dauerschleife ausschließlich heino-musik. und wenn es dem meister gefiel, dann sang er halt mal eine strophe mit- in einer w a h n s i n n s- stimme!


jeder, der am café vorbeilief, starrte heino an, machte fotos. jeder.


wer könnte es heino verübeln, sich mit seinem schachpartner ein ruhiges eckchen im versteckten garten zu suchen? nein, er setzt sich mitten rein in seine fans. natürlich macht er damit geschäft- die omachen haben kuchen geschaufelt als hätten sie noch nie von zucker- oder cholesterin-werten gehört und die busladungen von menschen kommen nicht wegen der (zugegeben sehr guten) torten sondern um einen blick auf den mann mit der sonnenbrille zu werfen.


ich habe kein autogramm geholt aber ich habe mich daran erfreut, wie ein star die kleinen dinge des lebens genießen kann: im oktober in der warmen sonne draußen sitzen, kaffee trinken, schach mit einem freund spielen. fotos habe ich natürlich gemacht, “heimlich” ;-)


ps: leeeeecker stachelbeer-baiser-torte!!



Juli 12, 2010
Filed Under (unterwegs) by optimistin

ich hätte nie gedacht, dass ich mal die teletubbies zitiere, aber heute ist es so weit:

noch mal! noch mal!

wenn es ginge, würde ich die #twalpen10 tour einfach noch mal von vorne starten. was ich ändern würde? ich würde eine waschmaschine mitnehmen, denn die klamotten (3 hosen [ab meran 4], 4 t-shirts [ab meran 5], 1 merinoshirt, 1 hemdchen, 1 fleece, 1 jacke, 1 regenjacke, 1 lange unterhose, 3 normale unterhosen, 3 bhs, 3 paar socken, 1 kappe, 1 stirnband, 1 kopftuch [ach so, das habe ich selbst ja gar nicht benutzt…]) haben sehr bald erbärmlich gestunken, und ich mit. aber so ging es ja allen.

im gegensatz zum cuba urlaub gab es wunderbar leckeres essen, fotos davon seht ihr auf der facebook twalpen10 seite. spinatknödel hatte ich von kindheitsbesuchen noch in erinnerung, aber wie lecker sind buttermilch, schlutzkrapfen, speckknödel, speck überhaupt! wie gut, dass ich nicht mehr vegetarierin bin.

wie toll war plötzlich der schnee, den ich in oberhausen nur als “weiße pest” bezeichnen kann, der in den bergen, besonders um die braunschweiger hütte, aber alles verzaubert.

mit welchem stolz man wir am timmelsjoch auf die frage “seid ihr den ganzen weg hier hoch gewandert?” antworten kann: ja, von oberstdorf aus! und wie oft man diese geschichte erzählen kann und sie ist immer wieder toll.

wie wenig gewicht 10 kilo sein können, wie abwechslungsreich 11 tage am stück wandern, wie problemlos für die füße die ganze tour.

wie schwer es ist zu sagen “ich kann nicht mehr, lass uns umdrehen”.

wie gut es ist dann zu hören “ok, wir drehen um”.

zu merken, dass man durch zufall (?) schon wieder eine unfassbar tolle hütte/ tolle kneipe/ tolle alm erwischt hat.

das gefühl von fenistil auf den armen nach dem höllen-allergieschock.

statt im stau zu stehen, die ziegen eines echten heidi-geisenpeters durchlassen zu müssen.

damals zu sagen.

kurz vor dem deutschen handynetz endlich das letzte krimi-kapitel zu lesen bzw vorgelesen zu bekommen.

nach der rückkehr das “schön, dass du wieder da bist” zu hören.

neue pläne zu schmieden. denn bei der hitze trocknet die wäsche auf dem dachboden so schön schnell.

den rest bzw die andere version könnt ihr in @griesgram999s blog lesen.

heute war nach dem urlaub twalpen10.

ab morgen ist vor dem urlaub twalpen10a.