Januar 28, 2012
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Das schottische Frühstück ist herzhaft. Ich mag es eigentlich lieber süß zum Tagesstart, aber beim Schottland Urlaub letztes Jahr konnte ich doch meistens Speck, Wurst und Eiern nicht widerstehen. Heute morgen habe ich mal die Potato Scones ausprobiert, die auch aus dem Büchlein “Scottish Teatime Recipes” sind, aus dem auch die Flapjacks neulich waren. Sehr herzhaft waren die Scones, ich brauche heute im Laufe des Tages unbedingt noch ein großes Stück Torte!

Großes Problem bei den Scones: ohne Dunstabzugshaube stinkt die ganze Bude! Trotz eisiger Temperaturen draußen habe ich noch alle Fenster offen, um den Gestank los zu werden. Was der einzige Grund ist, die Scones so bald nicht wieder zu machen, denn eigentlich sind sie schnell und einfach zu machen und auch sehr lecker, aber es stinkt…

Schottische Potato Scones

Schottische Potato Scones

Also ihr braucht 220g gekochte Kartoffeln, diese werden mit 15g Butter und etwas Milch oder Buttermilch gestampft. Etwas Salz dazu und dann nach und nach 62g Mehl unterkneten, es entsteht ein schöner fester Teig. Diesen ausrollen, nicht zu dünn, und mit einem Glas Kreise ausstechen.

Eine gefettete Pfanne heiß werden lassen und die Teigkreise 2 min braten, umdrehen, noch mal 2 min braten.

Gleich essen, mit etwas Butter drauf.

PS: Wandern in Schottland geht auch – in meinem Bergblog hänge ich noch mit dem Berichten über den Schottland-Urlaub hinterher, bis jetzt erst 1 Gipfel von 3 in Schottland ist erzählt. Schaut trotzdem mal rein!



August 16, 2011
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… und die Briten wohl allgemein.


Polizisten gehen bei rot über die Ampel in Schottland.


Humorvoll und sehr freundlich sind die Schotten.


Sie vertrauen deutschen Wetter-Websites.


Im Fernsehen sitzt eine Frau mit einer zu schwachen Brille und liest aus der Zeitung vor; dabei sitzen zwei andere daneben und hören ihr beim Vorlesen zu.


Sie essen wirklich frittierte Mars-Riegel.

Deep fried Mars bar

Deep fried Mars bar

Und ich glaube, sie halten sich für was besonderes, so wie die Neuseeländer, auf sympathische Weise.



August 03, 2011
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Über den 29. Juli (Achtung Reihenfolge beachten)

 

Aufgewacht und zumindest kein Regen, das war schon mal ein guter Start in den Freitag. Aber wer hätte gedacht, dass der Tag sich so gut entwickelt, dass man abends im Loch Lommond schwimmen gehen kann und sich anschließend von der Sonne trocknen lässt?

Blick vom Conic Hill

Blick vom Conic Hill

Wie gut, wenn ein Bed&Breakfast auch Internet hat, so kann man sich mal schnell noch von Edinburgh aus eine schöne Wanderung am Loch Lommond aussuchen und schnell mit dem Auto rüberfahren. Der Conic Hill ist zwar nur knapp 300 Meter hoch, der Weg nach oben auch nicht anspruchsvoll, aber der Blick von unterwegs und erst recht vom Gipfel einfach grandios! Der See mit seinen Inseln, ein paar weiter Hügel, ein paar Schäfchen, vereinzelte Menschen- und ganz viel Sonnenschein und blauer Himmel!

 

Das Bed&Breakfast am Loch Lommond hatte einen unaussprechlichen Namen, wieder mal. Es sah in etwa aus wie Polar Bear, irgendwie muss man sich die Namen ja merken. Der Besitzer unserer Unterkunft hat viele unverständliche Worte vor sich hin gebrabbelt, vielleicht war es englisch, vielleicht auch eine andere Sprache… Was man raushören konnte, waren allerdings zwei gute Tipps: ein einsamer, geheimer Ort zum Schwimmen am See (auch wenn ich das Wasser dann zu kalt fand) und ein angeblich beliebter Pub für Einheimische- der sich dann als „Scotland’s Pub of the Year 2010“ rausstellte. Nicht wirklich ein Geheimtipp, aber das Fish&Chips&Bread&Beer waren lecker und der Abend sogar noch warm und trocken genug für Spaziergänge am See.



August 03, 2011
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Über den 1. August.

 

Ein wenig planlos der Start heute, für die nächsten beiden Nächte haben wir noch keine Unterkünfte gebucht. Und nass ist es. Regen und tief hängende Wolken. Kurzfristig funktioniert das Internet und zeigt gutes Wetter erst für Mittwoch… Der Tag bleibt grau und mehr als ein paar kurze Strandspaziergänge sind nicht drin.

 

Oban war das erste Tagesziel und dort der Hafen und die Fähre zur Insel Mull. Etwas blauäugig, für die 14-Uhr-Fähre erst um 13.25 am Hafen zu sein, aber die Einweiser für die Fähre versprechen, möglichst jeden mitzunehmen. Die Wartespur neben uns ist fast leer, die Schlange hinter uns recht lang, die Chancen stehen gut, mitzukommen oder? Kleine Scherze vom Einweiser- ob wir dabei sind, würden wir erst merken, wenn die Fähre ablegt. Wie man sich so fühlt, wenn man selber das letzte Auto ist, das noch mitgenommen wird? Oder wie man sich fühlt, wenn man das erste ist, für das kein Platz mehr ist auf der Fähre nach Mull?

 

Letzteres ist extrem blöd, wir durften es kennen lernen. Kein Auto mehr vor uns und der Einweiser kommt und erklärt mit freudiger Stimme, dass wir jetzt die ersten in der Schlange sind. Für die Fähre um 16 Uhr.

 

Auf warten und in Oban abhängen hatten wir keine Lust, obwohl es sogar trocken und relativ warm im ganzen grau war. Zähne zusammen gebissen und den ganzen Weg im Auto wieder zurück geschrubbt. Kinlochleven-Oban-Arisaig. Arisaig liegt kurz vor dem A. der Welt, aber auch kurz vor Mallaig, und da fahren die Fähren nach Skye ab. Eine Insel, bei der jeder leuchtende Augen bekommt, der davon redet.

 

Um dem Grau des Tages zu entkommen, gab es noch einen goldenen Laphroig von der Insel Islay, die nicht weit von Mull entfernt ist. Der Whisky hat gerochen und geschmeckt wie ein volles Glas Torf! Lecker!

 

E-mail von zu Hause bekommen- Mitte August kommt angeblich der Sommer in Deutschland an!?!

 

(Für Fotos bitte später noch mal wieder kommen)

 

 



August 03, 2011
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Mal ein paar allgemeine Bemerkungen.

 

Irgendwie ist es wie in Irland alles. Außer dass man Whisky und nicht Whiskey schreibt. Und ein bisschen ist es auch wie in Neuseeland.

Wee dram of Whisky

Wee dram of Whisky

Mücken gibt es in Schottland viele, sie heißen midges und beißen böse. Sehr klein und fies und in Schwärmen unterwegs. Wirklich böse zugeschlagen haben sie bei uns aber zum Glück noch nicht.

 

Ich bin jeden Tag froh, mit Auto aber ohne Zelt unterwegs zu sein. Ein Dach über dem Kopf, ein ordentliches Badezimmer und richtiges Frühstück und Abendessen (nicht über dem Gaskocher zubereitet…) ist ein kleiner Luxus, den ich mir gerne gönne. Morgens in die klammen Klamotten aus dem feuchten Rucksack steigen und Mineralwasser über der kleinen Flamme erhitzen, um einen Kaffee zu haben- dafür bin ich wohl zu alt ;-) Mir sind Frühstücksoptionen wie Porridge, Erdbeeren, Wheatabix, Toast mit Rührei und Lachs, oder das Full Scottish Breakfast mit Speck, Bohnen, Würstchen, Tomaten und so doch sehr recht. Und ein warmes großes Bett, auch wenn sie hier die Marotte haben, immer nur eine große Bettdecke für zwei Personen zur Verfügung zu stellen. Und ich bekomme irgendwie immer die kleiner Hälfte ab…

Full Scottish Breakfast

Full Scottish Breakfast

Auto fahren auf der linken Seite macht wieder mal Spaß. Das die Karre keine ordentliche Handbremse hat, daran habe ich mich noch nicht wirklich gewöhnt, aber es wird. Lustig die engen Straßen, die nur breit genug für ein Auto sind. Sehr lässig die Fahrer, jeder will der sein, der stehen bleibt und den anderen durchlässt, keinerlei drängeln!

 

Das ganze Land ist weit weniger touristisch als ich gedacht hätte. Alles sehr entspannt, überall, wo man parken will, gibt es auch Parkplätze. Aber leider gibt es viel zu wenige Cafes. Meine Vorstellung war,  jeden Nachmittag irgendwo bei Kaffee und Kuchen in der Sonne zu sitzen und einfach die Tatsache zu genießen, dass ich im Urlaub bin und mit Alex im Urlaub bin. Einmal hat es bisher geklappt. Das Genießen zwar schon öfter, aber das mit Kaffee und Kuchen ist leider schwieriger als erwartet…

(Für Bilder bitte später wieder kommen)



Juli 31, 2011
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Über den 30. Juli.

 

[Schottland (3) sowie Fotos folgen später!]

Die ersten Meilen auf dem Weg nach Norden sind von leichter Nervosität geprägt. Warum gibt es in Schottland so wenige Tankstellen?

 

Das B&B hatte kein Internet und das übers Handy ist nicht wirklich überall verfügbar… Also ohne Wanderpläne einfach gen Norden gefahren. Eine recht schmale Straße, die bald in die Berge ging, wobei die Landschaft schon schön war, aber etwas spektakulärer hatte ich mir das ganze nach den Vor-Berichten schon vorgestellt. Glencoe hatte vorher bei allen Tipp-Gebern leuchtende Augen ausgelöst- es war aber zunächst karge Landschaft mit einer Straße durch. Ein Dudelsackspieler an einem Parkplatz, kitschig aber irgendwie erwartet man so etwas ja. Langsam etwas höhere, interessantere Berge.


Dann ein nicht ausgeschilderter Parkplatz. Angehalten, losgewandert. Geklettert, durch Schotter gekämpft, und dann war Glencoe wirklich beeindruckend und atemberaubend schön. Hatte ich den Sonnenschein schon erwähnt? Den Ben Nevis, den wir morgen besteigen wollen, haben wir auch schon gesehen. Während die Reiseführer vor ihm immer warnen, weil das Wetter so unberechenbar ist und der Weg dadurch gefährlich werden kann, so warnen die Leute, mit denen man hier spricht, eher, weil es dort so voll ist. Und weil morgen wohl nicht ganz so tolles Wetter ist… Wahrscheinlich Wolken oder so ;-)


Abendessen gab es heute bei Macdonalds in Kinlochleven. Allerdings ohne goldenes M, mehr so, wie wenn man in Deutschland zu Müllers essen geht. Vegetarian Wellington bestellt, wobei ich Wellington bisher immer mit „Gummistiefel“ übersetzt habe. Hier war das eine Art Blätterteig gefüllt mit Brie und Nüssen. Mit Pommes, alles gibt es hier mit Pommes. Und zum Nachtisch einen ersten Schluck vom goldenen Lebenswasser hier. Das Pint Cola vorher war schneller leer als die 2 cm Whisky, allein der Geruch schon köstlich und der „wee dram“ Jura hat durchaus Lust auf mehr gemacht.

 

Zwischendurch übrigens eine SMS bekommen, dem Schnittlauch zu Hause geht es gar nicht gut. Na und? Hauptsache, uns geht es gut!



Juli 28, 2011
Filed Under (unterwegs) by optimistin

In Edinburgh angekommen.

 

Es regnet.

 

Es fing im Grund an, als wir mit dem Auto die Grenze zwischen England und Schottland überquert haben ( da kommt dann übrigens gleich Lockerbie!). Und seitdem hat es leider auch nicht wieder aufgehört.

 

Edinburgh soll eine der schönsten Städte Europas sein, aber im grauen Regengrau leuchten die in grauem Stein gehaltenen Gebäude wie Burg etc nicht gerade. Ungemütlich und nicht sehr einladend alles. Fotos machen macht keinen Spaß, da ich weiß, dass hinterher alles eh grau in grau sein wird.

 

Aber.

 

In Großbritannien sind die wichtigsten Museen kostenlos zu besuchen, also auch die National Gallery of Scotland. So kann man sich wunderbar die Zeit mit holländischen und italienischen Schinken sowie Dürer’schen Häschen und Händen vertreiben und Versteckspiel mit den Aufpassern spielen (fotografieren ohne dass ein Koreaner im Bild ist).

 

Außerdem lecker vegetarisch gegessen (Black Bo’s) und Cider getrunken.

 

Und in einem wunderbaren Bed & Breakfast in Leith gelandet (Millers 64), mit so viel Liebe zum Detail eingerichtet, draußen im Regen schimpfen die Möwen laut übers Wetter, und es gibt Tee und Shortbread und Toffee und kostenloses Internet.

 

Das Badezimmer ist übrigens inclusive Gummiente!

 

Gummiente im Millers 64 in Edinburgh

Gummiente im Millers 64 in Edinburgh

 

Kurz: Es ist wunderbar.



Juli 24, 2011
Filed Under (einfach.schön, unterwegs) by optimistin

Die Vorfreude steigt ins unermessliche- nur noch 3 mal schlafen, bis der Flieger nach Schottland geht!


Der größte Teil der Unterkünfte ist inzwischen gebucht. Die einen schreiben, dass sie so große Deutschland-Fans sind uns sich über Gäste aus D freuen. Das andere ist so nah am Meer, dass Delfine winkend am Fenster vorbeischwimmen. Beim anderen wird man angeblich empfangen wie ein “long-lost clan member”.


Es macht jetzt schon so Spaß schottische Musik zu hören, dass ich mich auf stundenlanges Radio hören bei den Autofahrten freue.


Britisches Essen ist ja jetzt nicht so berühmt- aber es wird Cadbury Schokolade und Ginger Biscuits und Coleslaw und hoffentlich Bulmers Cider geben. Und jede Menge indische Take Aways. Und Whisky. Und beim Frühstück wird man bedient von vorne bis hinten und muss nicht mal abspülen.


Die Besteigung des Ben Nevis klingt nach einem kleinen Abenteuer, aber wenn das Wetter mitspielt, könnte die Wanderung zu einem echten Highlight in den Highlands werden.


Ein bisschen Geocaching könnte auch klappen:


Geocaching in Schottland

Wir überlegen, ab Landung in Manchester nur noch englisch zu reden. Mal sehen ob das klappt und ob wir das durchhalten :-)


Ein offline-Urlaub wirds zum Glück nicht. Für Internet via Handy gibts eine günstige Wochen-Flat-Rate, und fast jede Unterkunft ist heute ein Bed & Breakfast & Free Wifi.


Lesematerial liegt bereit, die “Gebrauchsanweisung für Schottland” und von Fontane “Jenseits des Tweed”. Und wer weiß, was am Flughafen und noch eher in den Buchläden von Edinburgh und Glasgow noch dazu kommt.


Was es besseres gibt als Urlaub? Urlaub mit Alex in Schottland. Und mit Auto ;-)