Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

im september war ich 1000 m unter tage- nach jahren im ruhrgebiet zwischen zechen und halden endlich da, wo alles anfängt, da wo die kohle liegt wie vor 300 millionen jahren (oder waren es 30?). grubenfahrt mit den kollegen auf prosper 5 schacht 10, in bottrop aber dann unter hünxe. wahnsinn!

glück auf!

glück auf!

im september war auch die sinfonie der 1000, haldenhopping und auch der rheinsteig.

was für ein monat!



Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

im juli war ich immer noch in den alpen. und auf der a40 mit dem fahrrad und über der a40 in einem kran-körbchen mitten in der nacht. das stillleben der kulturhauptstadt mit dem festen wissen, dass so etwas nie wieder passieren wird und ich mein leben lang froh sein werde, mit dabei gewesen zu sein. zwischen dümpten und kaiserberg zu fuß, zwischen kaiserberg und rahn-schießt mit dem fahrrad. und jede einzelne autofahrt seitdem bringt die erinnerung zurück.

stillleben A40

stillleben A40

im juli war ich zum glück nicht auf der loveparade. aber ziemlich oft im bootshaus.

was für ein monat!



Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

Im Juni war #twalpen10- und allein das würde als Jahresrückblick schon reichen. wandern in den alpen mit marc, in oberstdorf los, in meran nach 11 tagen ankommen und mal eben die alpen überquert haben. dann, weil noch zeit ist, ein bisschen das pustertal durchwandern. und danach natürlich münchen. schnee, zirbenschnäppse, geschichten von hunden und “ihr seid bis hier hoch gewandert?”. im nachhinein ein omen.

am wegesrand ist kein nebel

am wegesrand ist kein nebel

im juni war die extraschicht, ich war bei starlight express und auf der königsetappe des rheinsteigs.

was für ein monat!



Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

im mai wollte ich eigentlich nach sevilla. stattdessen kam die aschewolke, stattdessen landete ich für ein langes wochenende in dresden- und was für ein wochenende. was für eine wundervolle stadt, mit der sächsischen schweiz ein wunderbares wandergebiet vor der tür, kneipen und cafes ganz nach meinem geschmack, das last-minute-gebuchte hotel ein 100%iger glücksgriff.

eis in dresden

eis in dresden

im mai war auch die eishockey wm. ich war beim eröffnungsspiel. wir haben im halbfinale gegen russland geführt! und im mai waren schachtzeichen.

was für ein monat!



Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

der februar war kurz und unspektakulär. viel zeit habe ich mit journalisten verbracht, die das ruhrgebiet besucht haben, mit denen ich viele neue orte und schönheiten im ruhrgebiet entdeckt habe. ein highlight dabei: das konzert der wiener philharmoniker in der philharmonie in essen. ein wunderschönes konzert, und ein privileg, wenn der besuch eines solchen zum job gehört. dirigent lorin maazel hat mich tief beeindruckt. auch dass er zu twittern und facebooken scheint. oder jemanden dies in seinem namen tun lässt. im september gab es ein wiedersehen mit ihm.

philharmonie in essen

philharmonie in essen

im februar war auch karneval und ich endlich mal eine königin.

was für ein monat!



August 12, 2010
Filed Under (an der ruhr, leib und seele) by optimistin

eins der highlights von düsseldorf ist die große anzahl und die top qualität der sushi restaurants. und eins der probleme von oberhausen ist das fehlen von eben diesen. hier gibbet halt currywurst, auch ok.


aber, wie ich jetzt festgestellt habe, ist ein toller sushi laden ganz in der nähe, nur eine autobahnausfahrt von der arbeit oder drei von zu hause und ein bisschen durch bottrop, dort am berliner platz gibt es das daikychi. und nach dem ersten testen heute war ich sehr begeistert! relativ leer leider, aber es ist halt auch in der innenstadt von bottrop…, sehr minimalistisch eingerichtet, stylish kühl aber schön, blick auf kaufland und mäkkesfahnen und einen ziemlich leeren platz.


aber sehr leckeres essen! ganz frisch gemacht, wenn man was spezielles bestellt, man kann aber auch vom förderband essen, dann gehts schneller. gute auswahl, preise ok (bottroper preise, keine düsseldorfer preise), zurückhaltend-nettes personal mit mehr deutschkenntnissen als im unschlagbaren naniwa auf der oststraße (aber jeder indianer im amazonas-jungle spricht mehr deutsch als das personal vom naniwa, was aber auch egal ist). ich werde auf jeden fall öfter hingehen, nicht unbedingt zu fuß, aber irgendwas ist ja immer…


die website vom daikychi ist übrigens kein vergleich mit dem essen, und andersrum wärs schlimmer!



Mai 22, 2010
Filed Under (an der ruhr, einfach.schön) by optimistin

heute war so ein tag, der gezeigt hat, wie lebenswert das ruhrgebiet doch ist.

wetter vom allerfeinsten, das muss als erstes gesagt werden.

zweitens: gelbe ballons. massenweise- genauer gesagt 311- riesige gelbe ballons, die seit heute 12 uhr überall im ruhrgebiet am himmel schweben, zur aktion schachtezeichen unserer kulturhauptstadt ruhr.2010. über 1.000 schächte führten in der region einst in die tiefe teufe*, um steinkohle zu fördern. um an die bergbauvergangenheit zu erinnern und zu zeigen, wie anders, wie schön heute alles ist, hängen über diesen ehemligen schächten jetzt die ballons in der luft- und wenn man irgendwo langfährt, sieht man an ganz vielen ecken und enden die gelben ballons am ach-so-blauen himmel hängen. wunderschön!

die ballons sind gesponsort von vereinen, schulen, firmen, die sich darum kümmern, dass die ballons morgens aufsteigen und abends wieder abgelassen werden und dazu ein veranstaltungsprogramm an den ballons angeboten wird. feste, konzerte, essen und trinken. das ganze geht glücklicherweise nämlich noch bis zum nächsten wochenende, so dass ich die nächsten tage noch von diversen halden etc das ganze bewundern kann. an zwei tagen werden die ballons zudem von innen beleuchet, was ein ganz großes spektakel werden wird. auf der schachtzeichen website gibt es infos zu den standorte, dem veranstaltungsprogramm und vielem mehr.

ja und den rest des tages verbrachten wir dann in der schönsten kneipe, die oberhausen zu bieten hat, im bootshaus am rhein-herne-kanal. pure ruhe, sonne, schiffe gucken, blick auf den gasometer, kühle getränke und liegestühle, einfach nur genießen. das bootshaus liegt auf der strecke, wenn ich mit dem fahrrad zur arbeit fahre. ich sollte in der nächsten zeit auf dem heimweg hier öfter mal eine pause einlegen. wäre wohl gut für meine seele!


für morgen wäre das auch ein guter plan. ein rendevous mit dem bootshaus.


* teufe sagt der bergmann.
es ist aber leider nur ein märchen, dass das wort an den teufel erinnert und man unter tage in richtung hölle unterwegs ist…



März 28, 2010
Filed Under (an der ruhr) by optimistin

wenn man in unbekannt städte oder stadtteile fährt, ist man entweder in sachen geocachen oder kulturhauptstadt unterwegs.

in herne-sodingen war vor einiger zeit mal aus ersterem, gestern aus zweiterem grund (falls es dieses wort gibt). “starke orte” ist ein kunstprojekt der kulturhauptstadt ruhr.2010, das das ganze jahr laufen wird, aber immer an anderen ausstellungsorten, an “starken orten”, die man nicht unbedingt mit kunst verbindet.


bis zum 4. april noch ist der bunker in sodingen der starke ort. und hintergrund für bunte bilder, seltsame skulpturen, lustige installationen, kunstwerke, über die man den kopf schüttelt, bei denen das gesicht ein fragezeichen bildet oder solche, die man sich auch zuhause an die wand hängen würde.

kalt ist es im bunker, während draußen die sonne lacht, sieht man drinnen, zwischen den meterdicken betonwänden, seinen atem. ein unglaublicher hall, wenn doch jemand redet. den so ganz kann die kunst nicht das beklemmende, unheimliche bunkergefühl vertreiben…

der eintritt in die “starke orte” ausstellungen ist kostenlos, es gibt eine begleitbroschüre und infos auf der starke orte website.

am 11. april sind die heilig-kreuz-kirche in bottrop und die phoenixhalle dortmund “starke orte”. in der nähe kann man bestimmt auch geocachen.



Februar 03, 2010
Filed Under (an der ruhr, unterwegs, web) by optimistin

es ist nicht wirklich etwas neues, schon 1999 oder 2000 war ich beim guten alten virtual tourist angemeldet und habe tipps zu reisezielen online gestellt, meine fotos hochgeladen, dadurch leute kennen gelernt etc etc. noch sehr aufregend und sehr freakig damals! irgendwann hat die faszination VT abgenommen, manche leute kenne ich aber noch immer im wahren leben, aber inzwischen kann ich mich schon nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal online war.

ähnliche plattformen und communities gibts inzwischen wie sand am meer, sie kommen und gehen, die guten bleiben. eine ganz neue, bei der ich hoffe, dass sie bleibt, ist ruhrundercover. speziell gemacht für das ruhrgebiet, für geheimtipps aus der region, in der ich lebe. ruhrundercover hilft hoffentlich mehr besucher ins ruhrgebiet zu bringen (was mir auch beruflich gefallen würde…). und ruhrundercover hilft auch den leuten hier, ein paar geheimnisse aufzudecken, die einem sonst vielleicht verborgen geblieben wären. ich habe da zum beispiel über pott au chocolat gelesen, und wenn ich das nächste mal in dortmund bin, will ich da unbedingt mal hin und schokolade kaufen!

hier lesen doch genug leute aus dem ruhrgebiet mit: meldet euch an, stellt tipps ein und werdet doch dort meine freunde! über mein profil auf ruhrundercover könnt ihr mir auch drinks ausgeben… dazu muss ich sagen, dass mir echt drinks lieber sind als virtuelle. so wie mich echte bauernhöfe mehr interessieren als welche auf facebook ;-) und die freunde auf ruhrundercover sind bisher alles leute, die ich zuerst offline kannte!



Januar 13, 2010
Filed Under (an der ruhr) by optimistin

nun hat es endlich angefangen, das 2010, das jahr mit der kulturhauptstadt im ruhrgebiet, wegen dem ich (unter anderem) meinen job gewählt habe. am vergangenen wochenende, mitten in den fängen von daisy, gab es ein riesiges fest auf dem zollverein-gelände in essen, köhler war da, baroso war da und im laufe der tage noch 200.000 andere, ich mittendrin. schon von freitag nachmittag an, als ich dienst am akkreditierungstisch im pressezentrum geschoben habe, am samstag eintrittskarten kontrolliert und es dann sogar noch in den festakt geschafft habe. wunderbarer blick auf die bühne, das ganze spektakel hat für gänsehaut gesorgt, und das nicht wegen dem wetter. kalt waren nur die finger, den klatschen und twittern ging ja nicht mit handschuhen… und der erste glühwein hat dann auch das letzte bisschen frost vertrieben. der schnee hörte nach dem offiziellen teil auf, das alte zechen- und kokereigeländer hat wahrhaft zauberhaft und märchenhaft geleuchtet und geglüht. und wenn ich auch sonst von der “weißen pest” rede- an diesem wochenende war es einfach wunderbar damit!

mit alten und neuen twitter-freunden und nicht-twitter-freunden gab es ein labyrinth aus weißen kugelgebilden zu durchschreiten, im pact wurden lange verse aus der odyssee von homer vorgelesen, denen zwar schwer zu folgen war, aber es war muggelig warm, die sessel waren bequem und getrocknete pflaumen als snack sind sogar noch gesund! das ruhrmuseum hatte neu geöffnet, das für mich zu großen teilen auch neu war, es gab ein riesiges feuerwerk, installationen und aufführungen und lichtkunst ohne ende, und gegen halb 12 saßen wir dann sogar noch in der premiere des neuen tatort, der mit den kölner kommissaren in der kulturhauptstadt spielt. als tatort sicher eher ein schwacher, aber das war in dem fall egal- wann immer bilder von zollverein zu sehen waren, wo wir ja saßen, gingen aahhs und oohhs durchs publikum wie beim feuerwerk.

man muss einmal abwarten, wie sich der rest des kulturhauptstadt-jahres so entwickelt, nicht alles ist party, aber manches schon, und mit diesem gelungenen start dürfen sich alle im ruhrgebiet glaube ich darauf freuen, und alle besucher mit dazu.

zur feier des tages jahres starte ich dann gleich auch noch das zooners city blog ruhr, man kann ja gar nicht genug blogs haben…ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr dort auch fleißig mitlest. und für chikatze und alle, die auf das kommentar abo warten- ich habe es noch nicht wieder probiert, da ich die nächsten tage in stuttgart auf der messe bin, wirds wahrscheinlich auch erst mal nix werden damit- irgendwann… in diesem sinne- kommt zur ruhr.