August 03, 2011
Filed Under (unterwegs) by optimistin

Über den 1. August.

 

Ein wenig planlos der Start heute, für die nächsten beiden Nächte haben wir noch keine Unterkünfte gebucht. Und nass ist es. Regen und tief hängende Wolken. Kurzfristig funktioniert das Internet und zeigt gutes Wetter erst für Mittwoch… Der Tag bleibt grau und mehr als ein paar kurze Strandspaziergänge sind nicht drin.

 

Oban war das erste Tagesziel und dort der Hafen und die Fähre zur Insel Mull. Etwas blauäugig, für die 14-Uhr-Fähre erst um 13.25 am Hafen zu sein, aber die Einweiser für die Fähre versprechen, möglichst jeden mitzunehmen. Die Wartespur neben uns ist fast leer, die Schlange hinter uns recht lang, die Chancen stehen gut, mitzukommen oder? Kleine Scherze vom Einweiser- ob wir dabei sind, würden wir erst merken, wenn die Fähre ablegt. Wie man sich so fühlt, wenn man selber das letzte Auto ist, das noch mitgenommen wird? Oder wie man sich fühlt, wenn man das erste ist, für das kein Platz mehr ist auf der Fähre nach Mull?

 

Letzteres ist extrem blöd, wir durften es kennen lernen. Kein Auto mehr vor uns und der Einweiser kommt und erklärt mit freudiger Stimme, dass wir jetzt die ersten in der Schlange sind. Für die Fähre um 16 Uhr.

 

Auf warten und in Oban abhängen hatten wir keine Lust, obwohl es sogar trocken und relativ warm im ganzen grau war. Zähne zusammen gebissen und den ganzen Weg im Auto wieder zurück geschrubbt. Kinlochleven-Oban-Arisaig. Arisaig liegt kurz vor dem A. der Welt, aber auch kurz vor Mallaig, und da fahren die Fähren nach Skye ab. Eine Insel, bei der jeder leuchtende Augen bekommt, der davon redet.

 

Um dem Grau des Tages zu entkommen, gab es noch einen goldenen Laphroig von der Insel Islay, die nicht weit von Mull entfernt ist. Der Whisky hat gerochen und geschmeckt wie ein volles Glas Torf! Lecker!

 

E-mail von zu Hause bekommen- Mitte August kommt angeblich der Sommer in Deutschland an!?!

 

(Für Fotos bitte später noch mal wieder kommen)

 

 



März 23, 2010
Filed Under (unterwegs) by optimistin

geocaching klingt so einfach- ich lasse mich von meinem gps gerät zu den finalen koordinaten bringen, suche ein wenig, finde eine dose, trage meinen namen ins logbuch ein, verstecke die dose und verschwinde. jaaa, manchmal ist das auch so. manchmal steht man im supermarkt auch an einer schnellen kasse…

der stadtmauer-cache

letzte woche in der eifel bin ich von einem cacher-pech ins nächste gewandert… da war zunächst ein schneller cache zum warmwerden an der stadtmauer von hillesheim. wer kann denn schon ahnen, dass genau oberhalb des versteckes, auf der stadtmauer, ein handwerker steht, der mit einem pickel (oder so…) an der mauer rumhämmert! natürlich jeden dabei beobachtet, der über den platz vor der mauer schlendert und ein unhandliches gerät in der jackentasche zu verstecken versucht. jedenfalls war die muggelgefahr schon groß- noch dazu flogen aber auch jede menge kleine steinsplitter von oben richtung versteck! solch doppelte gefahr wollte ich nicht für einen kleinen tradi auf mich nehmen und verschwand von dannen.


der aussichtspunkt-cache

weiter zu einem aussichtspunkt oberhalb von hillesheim. langsam die neuen wanderschuhe an die füße gewöhnen. cache relativ schnell gefunden, genüsslich auf eine bank in die sonne gesetzt, namen ins logbuch- und in dem moment wo ich aufstehen und die dose wieder verstecken will- just in diesem moment hält ein bus und überschwemmt das geländer mit einer schulklasse. unauffällig verstecken war unmöglich, man musste wo hochsteigen, was man normalerweise als spaziergängerin nicht macht. also rund eine halbe stunde gewartet, bis die schüler am spielplazt ausgetobt waren und zurück in den bus stapften. dabei mit einer kleinen filmdose in der jackentaschen dasitzen und unauffällig tun. ich weiß etwas was ihr nicht wisst…

der wanderbank-cache

dann ein vielversprechendes listing, irgendwo auf dem wanderweg würde eine bank mit toller aussicht stehen, irgendwo daran versteckt- ein cache. es ging hügelan, der abstand nahm ab, ich lief geradewegs darauf zu, erblickte die bank- und darauf sitzend zwei wanderer. na danke. freundlich gegrüßt und innerlich resigniert, in der jackentasche mit den gps knöpfend spielend, in gedanken schon auf dem weg den hügel hinab. aber- es drängt sich ein gespräch auf, man ist kavalier, lässt mich sitzen. es ist so eine wunderbar breite rückengerechte wanderer-liegebank. aber statt dass die beiden abhauen und ihres wegs ziehen und mir freies feld überlassen, plaudern wir übers wetter, über wanderstöcke, den tourismus in diesem teil der eifel, die gefahren des wanderns und die notwendigkeit von mehr hotels in ettringen- die zwei sind einheimische und haben zeit… und da ist eine touristin aus der stadt eine echte attraktion. hätten die gewusst welch seltsames gerät in der jackentasche auf seinen einsatz lauerte… nach einer weile taktikänderung. ich stehe auf, will weiter, hoffe auf die selbe reaktion der wandersleut in die gegenrichtung, einen moment warten hinterm baum, zurückschleichen und in ihrem rücken die dose heben. und was machen die? „ach, wenn sie jetzt weitergehen, können wir uns ja noch einen moment in die sonne setzen“ neeeiiiiiiiiiiiiiiiin.