Dezember 31, 2010
Filed Under (leben und so) by optimistin

der februar war kurz und unspektakulär. viel zeit habe ich mit journalisten verbracht, die das ruhrgebiet besucht haben, mit denen ich viele neue orte und schönheiten im ruhrgebiet entdeckt habe. ein highlight dabei: das konzert der wiener philharmoniker in der philharmonie in essen. ein wunderschönes konzert, und ein privileg, wenn der besuch eines solchen zum job gehört. dirigent lorin maazel hat mich tief beeindruckt. auch dass er zu twittern und facebooken scheint. oder jemanden dies in seinem namen tun lässt. im september gab es ein wiedersehen mit ihm.

philharmonie in essen

philharmonie in essen

im februar war auch karneval und ich endlich mal eine königin.

was für ein monat!



März 15, 2010
Filed Under (lieder, optimismus) by optimistin



Februar 25, 2010
Filed Under (einfach.schön, lieder) by optimistin

am dienstag war ich im konzert in der essener philharmonie, dienstlich, als begleitung einer reisejournalistin.

die wiener philharmoniker spielten strawinsky und bruckner, der konzertsaal ist wunderschön, die musik ging ins herz, der puls höher, der abend machte einfach glücklich. besonders beeindruckt war ich vom dirigenten, maestro lorin maazel. nun bin ich kein musik experte, “früher” war das interesse an klassischer musik auch größer als im moment (was ein fehler ist…) aber der name maazel war mir dann doch ein begriff.

der maestro hat beim dirigieren am dienstag eine unglaublich ausstrahlung gezeigt, eine erscheinung! er ist fast 80, hat alles auswenig dirigiert, war in intensivem kontakt mit den musikern, war überall und doch in einer ruhe und gelassenheit als sei es das einfachste der welt, “le scare du printemps” zu dirigieren. seine präsenz war bis zu unseren plätzen zu spüren, was mir noch nie bei einem konzert so passiert ist.

heute morgen dann bekam ich eine mail von twitter- mit dem text, dass maestro maazel mir jetzt folgen würde! es scheint sogar echt zu sein, es war ein erhabenes gefühl, ihm via twitter direkt für das konzert am dienstag danken zu können. und er schrieb dann auch zurück! der mann wird in kürze 80! zufällig einen tag vor meinem eigenen geburtstag, wie ich jetzt rausgefunden habe :-) eine facebook fanpage hat maestro maazel auch. mit regelmäßigen statusmeldungen, musikproben, interviews.

wie schön, mit dem internet und social media hält so ein konzert noch länger nach, besonders wenn sich der meister persönlich darüber freut, dass es einem gefallen hat. theoretisch könnte ich ja jetzt auch jede menge musik von ihm downloaden und kaufen- aber für den moment bleibt es beim hören und in erinnerung schwelgen.

maestro maazel bei wikipedia der eindrucksvolle werdegang von maestro maazel

die eigene website von maestro maazel ein (altes) blog, konzerttermine, presseartikel etc

und natürlich gibt es ein lorin maazel radio auf last.fm



November 23, 2009
Filed Under (unterwegs) by optimistin

cuba ist musik! dieses kapitel ist längst überfällig, denn wenn man mit dem buena vista social club im ohr und im hinterkopf nach cuba fährt, dann kann man schon genau so ein cuba finden. nicht unbedingt die leute, die statt spanisch lieber einen salsa kurs machen und dann in den casas de la musica der insel untertauchen ;-) buena vista zeigt den son und da ich statt salsa lieber spanisch gelernt habe, haben wir halt den text eines der bekanntesten lieder des son gelernt und versucht zu verstehen: chan chan. ich glaube es verging auch kein tag, an dem ich das lied nicht gehört habe während der reise. in einer bar, auf der straße, im taxi, irgendjemand, der gesungen hat.

eine der besten bars war, an einem der ersten abende, in havana vieja, in der altstadt von havanna, das lluvia de oro. wir sind eigentlich reingestolpert, weil wir die bar, die uns empfohlen wurde, nicht gefunden haben. eine fantastische band, viele tänzer, sehr leckere mojitos [alte männliche touristen mit jungen cubanerinnen- die umgekehrte variante gab es auch, in anderen bars…], einer von den abenden, wo man nicht möchte, dass sie aufhören, sie sollen einfach weitergehen… dummerweise gingen wir weiter, ins hotel florida, das wir dann doch noch fanden. und bitterlich enttäuscht sind s. und ich nach einem halben (!) mojito schon wieder raus und haben t. sitzen lassen…

trinidad

geniale musik gab es in trinidad, sehr viel open air, eine wunderbare casa de la musica, eine noch tollere casa de la trova (in der sich plötzlich die beiden italiener auf der tanzfläche drehten, die wir aus der sprachschule kannten…), warme abende, traumhaft renovierte bunte häuser, musiker ganz ohne infrastruktur. cds verkaufen sie übrigens alle, meist kopien für relativ teures geld…


denn bei allem charme darf man doch wie immer in cuba den ernsten hintergrund nicht vergessen: es gibt kaum materielle güter, nach denen ein cubaner ernsthaft streben könnte, über die er sich gedanken machen könnte. oft leben 3 generationen in einem kleinen haus zusammen. bei diesen faktoren- was bleibt einem da übrig, als gemeinsam musik zu machen, zu tanzen, durch die musik das tägliche elend zu vergessen. oder die chance ergreifen, für die touristen spielen und nach 7 oder 8 liedern ein paar münzen einsammeln und cds verkaufen.

glücklicherweise sind son und salsa keine reine touristen-shows, wenn auch viele cubaner genauso viel reggeton (wie schreibt man das…) oder andere moderne latino musik hören und dazu tanzen.

und zurück im grauen nassen europäischen november, da müssen nur die ersten paar töne von chan chan erklingen und im kopf bin ich sofort wieder auf der großen treppe in trinidad oder im lluvia de oro in havana vieja oder im fresa y chocolate in vedado… mit einem mojito im plastikbecher…