März 26, 2011
Filed Under (web) by optimistin

Ich nutze diesen seltsamen Abend, um mal den Feedreader aufzuräumen. Durch die lange DSL-lose Zeit ist viel liegen geblieben und es gilt aufzuarbeiten, auszuprobieren und auch virtuell wegzuwerfen. Entrümpeln. Blogs, in denen seit Monaten nichts geschrieben wurde, fliegen (mit ganz wenigen Ausnahmen) raus. Einige haben als letzten Post einen Umzugs-Post, was ich zum Teil mitbekommen habe, mit-umgezogen aber den alten nicht gelöscht, oder was ich tatsächlich verpennt habe und wo ich jetzt richtig nachzuholen habe.


Aber ganz viele haben urplötzlich aufgehört zu bloggen. Selbst Blogger, die regelmäßig geschrieben haben. Ohne Erklärung, selten ein langsames erst immer weniger und dann halt gar nicht, nein, tägliche Posts, zum Schluss ein Beitrag über den Frühling/ Sommer/ Herbst/ Winter, eine Bahnfahrt, einen Kinofilm, eine Reise, eine Wanderung – – –  und dann gar nichts mehr.


Vergisst man Blogs einfach? Wird einfach nur noch getwittert und gefacebooked, gescoopt und anderweitig aggregiert? Ich merke selber, dass ich weniger blogge, weniger kommentiere, was ich aber schade finde. Trotzdem denke ich ganz oft, dass gewisse Dinge ein Thema zum Bloggen wären, auch wenn es letztendlich nicht passiert.


Sind fehlende Kommentare ein Grund, dass man mit dem Bloggen aufhört? Kleine Stichprobe bei den Entrümelten: nein, scheint kein Grund zu sein.


Sind Blogs das neue Print? Ich hoffe ja schon, dass beide überleben. Mein Neujahrsvorsatz, Groß- und Klein-Schreibung wieder einzuführen, klappt ziemlich gut. Vielleicht sollte ich den Vorsatz, “mehr Blogs kommentieren und damit am Leben halten” dazu nehmen?


Ach je, mir fällt da gerade was ein… Muss mal ein Passwort suchen und Lebenszeichen abgeben :-)



Dezember 22, 2009
Filed Under (leben und so, unterwegs) by optimistin

letzte woche in wien habe ich einige wunderbare stunden in diversen kaffeehäusern verbracht, beim plaudern mit freunden, beim zeitung lesen, bücher lesen- und aus dem fenster gucken und nachdenken. zum beispiel darüber, dass mein allererstes vorstellungsgespräch damals nach dem studium in wien war. aus diversen gründen bin ich dann nicht dort gelandet, es hätte aber durchaus dazu kommen können. und die frage ist- wie wäre dann mein leben jetzt, 8 jahre später?

wäre ich noch immer in wien? ich würde wohl bei hofer und bei billa einkaufen und nicht bei aldi und rewe, ich würde 30 cent weniger fürs benzin bezahlen, würde so komische wörter und sätze benutzen wie “schlagobers”, “sackerl”, “jänner”, “es geht sich aus”, “dieses angebot heute nur um 5 euro”. wahrscheinlich könnte ich richtig ski fahren, hätte einen 8000er bestiegen, würde mich immer als kulturhauptstadt fühlen, fände singende kellnerinnen normal. würde ich “die wienerin” lesen? wahrscheinlich nicht, höchstens das horoskop, das mir für 2010 besonders schöne große reisen prophezeit. hätte ich mann, kinder, hund und haus?

nugatknödel im demel

oder hätte ich längst alles hinter mir gelassen, säße auf einer alm mit kühen und ferienwohnung zu vermieten? mit urlaub von november bis februar?

auf jeden fall würde ich 10 kilo mehr wiegen – aufgrund von topfenstrudel, nugatknödeln, kaiserschmarrn, marillenknödeln, sachertorte und all den anderen leckeren sachen. in wien würde ich die im demel, im möbel, im merkur oder im prückel essen, auf meiner alm eher selber machen.

und im wahren leben esse ich sie halt, wenn ich im urlaub bin. kommt also irgendwie aufs selbe raus.