Januar 11, 2012
Filed Under (bücher, einfach.schön) by optimistin

Ein Buch-Blog wollte ich ja auch schon immer haben. Hm. Wenn ich beim nächsten Vollmond nicht schlafen kann, werde ich meine Bücher auch mal nach Farben sortieren. Alphabetisch ist irgendwie auch langweilig…



Februar 18, 2010
Filed Under (filme) by optimistin

invictus lief heute im kino.(offizielle website)

es gibt ja filme, deren ende man schon am anfang kennt, und trotzdem sind sie packend und spannend- titanic zum beispiel, jeder weiß, dass das schiff untergeht. dirty dancing, wenn man es zum 30. mal sieht. oder invictus- im grunde geht es dabei um den rugby world cup von 1995 in südafrika.

eigentlich aber geht es darum, was passieren kann, wenn sport zu chefsache wird. mandela kommt aus dem gefängnis frei, wird zum präsidenten gewählt, offiziell gibt es keine apartheid mehr. aber die gräben zwischen den weißen und schwarzen sind tief, sie sprechen andere sprachen, verstehen die der anderen nicht. wohnen in palästen und in slums. spielen fußball oder rugby, feuern die springbocks an, oder die engländer. wie kann man leuten vergeben, die einen 30 jahre in einer kleinen zelle eingesperrt haben, hart in steinbrüchen haben arbeiten lassen?


morgan freeman ist ein toller nelson mandela [irgendwo habe ich gelesen, dass er die rolle nur übernehmen durfte, weil er auch schon mal gott gespielt hat ;-) ]. sehr viel pathos, sehr viel ehre, aber auch sehr viel menschlichkeit und das eine oder andere augenzwinkern (“ich bin der präsident, ich darf die nationalmannschaft beim training unterbrechen und es macht mir spaß!- in meinen worten ausgedrückt). zurecht oscar-nominierung.

matt damon als francois pienaar, kapitän der springbocks war hm eher blass. schon irgendwie passend für die rolle, passend neben freeman, aber kein kapitän, der seine mannschaft motiviert, zumindest am anfang, er hat gegen alle gehandelt und irgendwann sind ihm alle plötzlich nachgefolgt.

schöne nebengeschichten- die jungs von der security, die familie von francois. tolle musik. knackige bilder vom rugby mit klasse sound- daneben ist eishockey kindergeburtstag ;-) es geht um politik und um viel mehr für eine neue nation. es geht um motivation und inspiration, und darum, wie viel man erreichen kann, wenn man will und muss.

bei der imdb habe ich eben erschreckend die lange liste von fehlern und unlogischen dingen gelesen, und zwei davon sind mir selber tatsächlich aufgefallen. einmal wird ein tv von vater pienaar ausgeschaltet- und plötzlich ist er wieder an. viel schlimmer ganz ganz am anfang- auf dem spielfeld steht angeblich das englische rugby team, klar und deutlich sind aber die all black zu erkennen, mehrfach. aber was machen schon solche details, wenn es in wahrheit um eine ganz große story geht. in einem großen film! er ist wahrscheinlich noch besser, wenn man vorher nicht weiß, wie die weltmeisterschaft endet. deswegen jetzt vorsicht…

achtung, jetzt spoiler- wer nicht wissen will, wie der film bzw das rugby finale ausgeht, sollte jetzt nicht weiterlesen!

wenn ich ehrlich bin, fand ich den film doof.

neuseeland hat verloren.



Dezember 03, 2009
Filed Under (filme, unterwegs) by optimistin

1 mal im advent gehört es dazu, einen faulen dvd-abend mit “tatsächlich liebe” bzw “love actually” zu machen. bei mir hat er vorgestern stattgefunden und ich habe es genossen wie immer :-) man glaubt am ende wieder an die große liebe, daran, dass jeder topf einen deckel findet, und dass filme in originalversion einfach so viel besser sind (einen ordentlichen you tube trailer habe ich leider nur auf deutsch gefunden- my apologies).

eine nebenwirkung des films ist leider, dass ich unbändige lust auf eine reise nach london verspüre. klar, ich war schon mal da und habe das house of parliament gesehen und big ben und carnaby street und den hyde park, aber das ist lange her, und ich würde inzwischen andere sachen machen wollen, anderes genießen als bei früheren besuchen. ich bin noch nie mit dem riesenrad gefahren, habe die stadt auch nicht mit ohne verkehr in der innenstadt gesehen. zum fußball wollte ich immer mal in london. vielleicht sollte ich das ganze auf die liste für nächstes jahr setzen? aber es ist halt das übliche dilemma- es gibt so viele städte, in denen ich noch nie war, sollten die nicht vorrange haben?

gleichzeitig erinnert mich love actually auch an neuseeland. während des mai und juni dort habe ich auf einem weingut in blenheim gearbeitet, wir alle hatten harte arbeit in den weinbergen 6 tage die woche, es war winter, kalt aber mit viel viel sonne! wir haben abends glühwein gemacht, und die abende und die freien sonntag verbrachten wir mit vielen filmen (und den EURO 2008-spielen auf DVD, live gucken war zeitlich schwierig, wir haben geschlafen oder gearbeitet). und in meiner erinnerung lief jeden sonntag morgen love actually. alle saßen und lagen im schlafanzug mit teetassen im wohnzimmer rum und immer gucketen wir den film. direkt im anschluss dann meistens so was wie kill bill folge 33, aber zum aufwachen und wochenende genießen am sonntag gabs nur eins.

man macht schon komische sachen im leben. and all you need is love!