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Februar 06, 2010
Filed Under (sportlich) by optimistin
es ist ja alles relativ. bei der deg geht es gerade um nichts mehr, die playoffs sind in trockenen tüchern, wir haben mit aubin den besten torwart unserer galaxie, der einfach alles hält und fängt und abwehrt, also fast alles, und die eine oder andere niederlage schadet nicht. womit ich nicht denke, dass sich das team jetzt bis märz ausruhen sollte und fans damit vergrault. verlieren kann wie gestern abend kann mal aber mal.
es ist ja schön, dass es beim eishockey schon anders zugeht als zum beispiel beim fußball. dass sich auf dem eis gekloppt wird, die fans aber friedlich miteinander umgehen, und man auch ohne probleme- von harten worten und bösartigen gesängen abgesehen- als rotgelber zwischen lauter schwarzgelben sitzen kann. dass man hinterher gemischt feiert und man bierchen zusammen trinkt statt sich die köppe einzuschlagen. wenn man freunde hat, die es einfach nicht kapieren und trotz aller bemühungen den falschen verein unterstützen, dann kann man auch mal zusammen zum spiel gehen und in den sauren apfel beißen und sich zwischen “die anderen” setzen. aber. aber wenn wie gestern… gestern arteten die beiden beschriebenen szenarien in verzweiflung und ein gefühl völliger hilflosigkeit aus. in einem derby muss man bei der eigenen mannschaft sein- sprich bei deren fans, nicht bei “den anderen”. man kann nicht stundenlang anfeuerungsrufe murmeln, dem torwart zuspruch zuflüstern und ansonsten rumsitzen, auf den fingernägeln kauen und hoffen. man muss gerade in harten zeiten, erst recht wenn tausende von pinguinen lächerliche lieder singen, sich die seele aus dem leib brüllen, bis zur heiserkeit, das glück heraufbeschwören, den jungs auf dem eis zeigen, dass da fans dabei sind und ihnen das gefühl geben, dass man ein spiel drehen kann. damit aubin nicht nur 1000 mal hält sondern 1002 mal. dann hat man dabei das gefühl, selber etwas tun zu können und nicht nur hilflos dabei zu zu sehen, wie ein paar flugunfähige vögel mal einen guten tag haben. beim nächsten mal komme ich gerne wieder nach krefeld, freue mich auf bierchen mit freunden, auf einen komischen schneewalzer und keine cheerleader ertragen müssen. aber beim nächsten mal muss ich bei den rotgelben sein. noch so einen abend ertragen meine nerven und meine fingernägel nicht. und dann gewinnen wir auch wieder das derby, so, wie es sich gehört…
Comments:
2 Comments posted on "die sache mit der niederlage"
Markus on Februar 7th, 2010 at 15:36 #
Hi Steffi,
Stefan on Februar 7th, 2010 at 21:30 #
A long time ago in a galaxy far, far away… Unserer Galaxie ist jetzt aber schon ein bisschen übertrieben, oder? Post a comment
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