Januar 25, 2010
Filed Under (touristikerleben, web) by optimistin


aus nord, ost und vor allem süd trudeln seit einigen stunden die resumees und gedanken zum tourismuscamp des vergangenen wochenendes in eichstätt ein. nach den prallvoll mit ideen, diskussionen und erlebnissen gefüllten tagen ordnen sich jetzt die gedanken der 130 leute- und erstaunlich viele decken sich mit meinen eigenen dazu.

am meisten in erinnerung geblieben ist das treffen der anderen camper- egal ob man sich gut kennt oder zumindest schon mal gesehen hat, ob man sich im web kennt und eher twitternamen als richtigen kennt oder vielleicht auch noch nicht mehr voneinander gesehen hat als den eintrag auf der tourismuscamp anmeldeliste.

es ist eben doch was anderes auge in auge ein thema zu diskutieren oder miteinander zu lachen als an 100 km entfernten rechnern zu sitzen und 140 zeichen von einander zu lesen. mit allen gesprochen habe ich nicht, leider! aber wertvoll waren alle kontakte, und spaß gab es in großem maße dazu! aus persönlicher sicht- besser als im letzten jahr, aber das liegt einfach auch daran, dass dieses jahr alte bekannte für mich gab und nicht wie letztes jahr alle neue waren.

inhaltlich gab es wenig wirkliche revolutionen, letztes jahr war für mich da noch sehr viel mehr neues mit dabei. das ist allerdings auch nicht wirkliche eine überraschung, tagtäglich lese ich blog- und sonstige artikel zum thema, beschäftige mich damit, wie tourismus- und online welt in meinem eigenen umfeld besser zusammenfinden können, facebook und twitter begleiten nahezu jede minute meines lebens (nein, ich habe nicht den schlaf-zyklus-beobachter auf dem iphone!) und ich kannte sogar schon das flugsuche tool vorher, ha!

nichtsdestotrotz hat es mir viel gebracht über die aktuellen themen zu reden, erfahrung zu hören, meinungen zu sammeln. selber mehr mitreden als letztes jahr, wenn auch die eigenen praktischen anwendungsbeispiele immer noch dürftig bis nichtexistierend sind, aber so ist es halt. es ist gut, eine eigene meinung bestätigt zu bekommen, oder auf den pfad der vernunft zurück zu finden. in einem gespräch sich eine meinung zu bilden – und vielleicht nach 15 minuten direkt wieder zu verwerfen und das gegenteil unterstützen. sich freakig mit ideen zu beschäftigen, zu spielen, wo die welt außerhalb den kopf schütteln würde drüber aber woraus vielleicht schon bald etwas ganz großes (oder großes) entsteht. viel zu lernen- über themen, menschen, und das ganze drumrum.

twitter war für mich aus dem ganzen wochenende nicht weg zu denken- während der vorstellungsrunde hatte ich tatsächlich mein handy im flur vergessen und konnte twitter nicht verfolgen- es gab das gefühl nur die hälfte der veranstaltung mitzuerleben, in der parallelen welt tummelten sich nur die anderen… es gibt dem leben eben doch einen extra kick, zu sehen, welche schlaue oder dumme gedanken sich andere gerade machen, was sie zitieren- oder mit welch dingen sie sich in wahrheit beschäftigen, die so gar nichts mit dem session thema zu tun haben ;-) und am abend zu verfolgen, wer sich wo gerade mit zug oder auto befindet, wann zu hause ankommt und vielleicht schon tatort guckt, während andere noch die autos aus dem schnee graben müssen. es ist einfach ein wunderbare kommunikationsmittel, ob auf 1 zu 1 basis (während der session zum mittagessen verabreden) oder 1 zu 130 (wer kennt einen geldautomaten, damit ich mehr als 1 bier in der trompete trinken kann) bis zu 1 zu unendlich- interessant die vielen kommentare und RT’s von außerhalb…

ich habe jetzt einen poken. habe die erste show der grandiosen russian ice divers miterlebt, einladungen bekommen und reisepläne geschmiedet, die gastronomie-szene von eichstätt sehr positiv in erinnerung, leichte blindheit aus dem hotel mitgenommen, wo für meinen geschmack ein paar marienkäfer zu viel um aufmerksamkeit baten- zuammen mit den flossen-haltenden robben und küssenden eisbären an der wand. allein gemeinsames essen schafft gemeinschaft, ob beim frühstück mit 4 nutella-sorten, dem mittagsmahl am stehtisch oder riesigen pizzen und fleischbergen als beilagen zu leckerem bayrischen bier. nur 1 mal habe ich ein österreichisches wort nicht verstanden.

kurz gesagt hat das wochenende gezeigt, auf dem richtigen weg zu sein mit meinem leben. mit dem was ich mache, machen will, machen werde. und wahre freundschaft ist doch, immer mit einem ladegerät auszuhelfen und dem anderen auch mal die steckdose zu überlassen, wenn der eigene akku noch halb voll ist!

weitere bereichte gesammelt auf der seite des tourismuscamp, verbunden mit einem dank an die organisatoren von tourismuszukunft und den sponsoren- es gab so viel mehr als schinkennudeln ohne schinken! (siehe eintrage vorher warum ich mit einem kulinarischen punkt abschließen muss…)


Comments:
5 Comments posted on "tourismuscamp in eichstätt"
Alexander von Halem on Januar 25th, 2010 at 19:24 #

super beitrag!

1. herzlichen dank. mit dem geliehenen ladekabel hast du mir wirklich das leben gerettet. sonst wäre ich während der samstag sessions netzlos gewesen. undenkbar. danke auch an @schneeengel für das ladekabel angebot, dass ich während des ladens dann noch las.

2. ein österreichisches wort, das ich zwar “verstand” aber irrsinnig lustig fand war z.b. “weibliches manderl” (danke an Karim, der heute auch geburtstag hat!)

3. viel glück noch mit deinem halbfasten. wär nix für mich. aber ich habe ich Eichstätt auch gründlich vorgesorgt…

Alexander


Jürgen H. Krenzer on Januar 26th, 2010 at 00:43 #

Danke für diesen emotionalen Bericht. Beim nächsten Mal bin ich mit dabei,
Schafe Grüsse vom Rhönschaf


[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Günter Exel und Martin Schobert, Steffi erwähnt. Steffi sagte: und jetzt ist auch mein tourismuscamp resumee online im optimisten-blog http://bit.ly/8bOyfO #tc10 [...]


optimistin on Januar 26th, 2010 at 17:29 #

@alexander dankedanke. und was ist ein manderl?
@jürgen du bist dabei- oder du machst mal ein barcamp in der rhön!


Anonymous on August 18th, 2010 at 13:00 #

[...] [...]


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