Januar 08, 2012
Filed Under (münchen) by optimistin

Im ZEIT-Magazin gibt es seit einigen Wochen immer ein Foto über eine Doppelseite des Fotografen Paolo Pellegrin. Er arbeitet für Magnum und zurzeit, noch bis 20. Februar läuft eine Ausstellung von ihm in München. Ausstellungsraum ist im Haus der Versicherungskammer Bayern in der Maximilianstraße.

 

Ich habe die Ausstellung gestern angesehen, als “schön” kann man sie nicht bezeichnen. Zu aufwühlend und krass sind die schwarz-weiß Fotografien aus Afghanistan, dem Irak, dem Gaza-Streifen, aus Japan. Nur Krieg, Zerstörung, Leid. Es lohnt sich trotzdem sehr, die Bilder anzusehen, sie setzen vieles wieder gerade- warum aufregen über Regen oder blöde Busfahrer? Lapalien verglichen mit dem, was an anderen Orten passiert.

 

Und groteskerweise geht man mit einem guten Gefühl aus der Ausstellung- dass es einem selber nämlich nicht schlecht geht, weil hier Frieden ist, mit Dach über dem Kopf und einem warmen Bett.

 

Eine Frage bleibt offen- darf man sich bei so einem Thema über den Aufbau der Ausstellung beklagen? Warum wurde spiegelndes Glas benutzt? Die Bilder wären so viel besser zu sehen gewesen, noch viel eindrücklicher, wenn sich nicht der ganze Raum darin gespiegelt hätte. Oder war es Absicht, damit man sich selber im Bild, im Elend sieht?

 

Allen in München kann ich den Besuch der Fotografie-Ausstellung empfehlen, Eintritt ist kostenlos, geöffnet täglich außer an Feiertagen (aber es kommen ja eh keine mehr) von 9 bis 19 Uhr. Link zur Ausstellung


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