Archive for Dezember, 2009

Dezember 22, 2009
Filed Under (sportlich) by optimistin

…hier fünf Fakten zur DEG, die im letzten newsletter zu lesen waren:

1.     Wir haben die wenigsten Gegentore der Liga (65)!
2.     Wir haben die beste Tordifferenz der Liga (+25)
3.     Wir sind die beste Heimmannschaft der Liga (30 Punkte)!
4.     Wir haben den besten Torhüter der Liga (laut DEL-Notenschnitt)!
5.     Wir haben das beste Unterzahlspiel der Liga (92,68%)!



Dezember 22, 2009
Filed Under (unterwegs) by optimistin

und direkt noch ein nachschlag zum wien-besuch letzte woche. viel touristenprogramm gab es eigentlich gar nicht. die meisten highlights hatte ich bei früheren besuchen schon besichtigt, es hat die ganze zeit geschneit und ein eisiger wind hat geweht, so dass ein spaziergang in welchem park auch immer auch nicht wirklich heimelig war. also blieben, wie schon gesagt, die kaffeehäuser, jede menge buchläden, die suche nach weihnachtsgeschenken, das leopoldmuseum sowie ein gar wunderliches kleines museum, dessen einziger gast ich wohl an diesem tage war und das bestimmt nur leute wie ich betreten, die schon “alles andere” gesehen haben: das globenmuseum.

globenmuseum wien

ein globus am anderen, in groß in klein, in alt in jung, von erde und himmel, alle kostbar, alle wunderschön, geheimnisvoll mit arabischen buchstaben und solche mit fehlenden oder falschen kontinenten/ inseln/ ländern.

dazu ein raum, wo stück von privaten globus-sammlern ausgestellt werden, mit sehr persönlichen texten, warum sie globen sammeln und welche bedeutung bestimmt stücke für sie haben.

auf der website kann man sich an 50 globen ganz nah ranzoomen. und reinzoomen in eine zeit, als es noch kein google earth gab und man seine phantasie brauchte, um die geheimnisse und geschichten hinter den gemalten ländern und meeren zu entdecken.



Dezember 22, 2009
Filed Under (leben und so, unterwegs) by optimistin

letzte woche in wien habe ich einige wunderbare stunden in diversen kaffeehäusern verbracht, beim plaudern mit freunden, beim zeitung lesen, bücher lesen- und aus dem fenster gucken und nachdenken. zum beispiel darüber, dass mein allererstes vorstellungsgespräch damals nach dem studium in wien war. aus diversen gründen bin ich dann nicht dort gelandet, es hätte aber durchaus dazu kommen können. und die frage ist- wie wäre dann mein leben jetzt, 8 jahre später?

wäre ich noch immer in wien? ich würde wohl bei hofer und bei billa einkaufen und nicht bei aldi und rewe, ich würde 30 cent weniger fürs benzin bezahlen, würde so komische wörter und sätze benutzen wie “schlagobers”, “sackerl”, “jänner”, “es geht sich aus”, “dieses angebot heute nur um 5 euro”. wahrscheinlich könnte ich richtig ski fahren, hätte einen 8000er bestiegen, würde mich immer als kulturhauptstadt fühlen, fände singende kellnerinnen normal. würde ich “die wienerin” lesen? wahrscheinlich nicht, höchstens das horoskop, das mir für 2010 besonders schöne große reisen prophezeit. hätte ich mann, kinder, hund und haus?

nugatknödel im demel

oder hätte ich längst alles hinter mir gelassen, säße auf einer alm mit kühen und ferienwohnung zu vermieten? mit urlaub von november bis februar?

auf jeden fall würde ich 10 kilo mehr wiegen – aufgrund von topfenstrudel, nugatknödeln, kaiserschmarrn, marillenknödeln, sachertorte und all den anderen leckeren sachen. in wien würde ich die im demel, im möbel, im merkur oder im prückel essen, auf meiner alm eher selber machen.

und im wahren leben esse ich sie halt, wenn ich im urlaub bin. kommt also irgendwie aufs selbe raus.



Dezember 07, 2009
Filed Under (unterwegs) by optimistin

jetzt, wo der bewichtelte seine zigarre ausgepackt hat, kann ich endlich über den besuch der zigarrenfabrik in havanna erzählen.

eigentlich wollte ich gerne eine in santa clara besuchen, das hat aber nicht geklappt und so ging es dann doch noch kurz vor der heimreise in die Real Fábrica de Tabacos Partagás, gleich hinterm capitolio. und da zeigte sich plötzlich, dass die cubaner das doch können mit dem kapitalismus. ein ort, wo alle touristen hinwollen? also nehmen wir ihnen viel geld ab und geben ihnen eine führung von einer hübschen cubanerin, die perfekt englisch spricht und böse witze über amerika macht.

fotos darf keiner machen. die gruppe muss zusammen bleiben. ein bisschen wie im zoo läuft man an den arbeitern vorbei, die den ganzen tag nichts anderes machen als entweder tabakblätter sortieren oder präparieren oder diese zu zigarren rollen oder die fertigen in schmucke holzkästchen packen. manche leute nennen sich qualitätskontrolle, die machen aber den ganzen tag nichts. außer zigarren rauchen, denn die arbeiter dürfen rauchen so viel sie wollen- die meisten haben aber gar keine zeit zu rauchen. sie dürfen auch jeder eine gewisse menge mit nach hause nehmen. bare, harte währung, denn die zigarren können sie direkt vor der fabrik an touristen verkaufen.

sehr faszinierend das ganze, auch für nichtraucher. schon ein spezieller job irgendwie. zu wissen, dass jemand später 100e von euro für ein paar tabakblätter bezahlen wird, nur um sie dann zu verbrennen!

pinar del rio

auch hier – absatzschwierigkeiten- in europa ist überall rauchverbot, deswegen wird weniger verkauft, und in der wirtschaftskrise verzichtet der eine oder andere banker dann doch mal und raucht schnöde zigaretten. dadurch sind zurzeit auch weniger schüler in der fabrikeigenen zigarrenrollschule.

am tollsten fand ich den vorleser. damit die monotone arbeit aufgelockert wird, gibt es einen mitarbeiter, der seit über 20 jahren am selben tisch vor einem mikrofon sitzt und vorliest. morgens erst mal die zeitung (natürlich die granma, viele andere gibt es auch gar nicht in cuba), später gibt es ein hörspiel im radio, nachmittags liest der vorleser bücher vor. und warum heißen berühmte zigarren monte cristo oder romeo & julieta? natürlich weil der vorleser den grafen von monte christo und romeo & julia vorgelesen hat!

ein besuch in einer zigarrenfabrik gehört zur cuba-reise auf jeden fall dazu, das ist schon was besonderes. auch wenn man zum beispiel in hagen im freilichtmuseum auch einem zigarrenroller zusehen kann. es ist schon was anderes.

auf dem foto übrigens sieht man mich übrigens in einem tabakfeld, bei pinar del rio. ich habe mir das unterwegs mal näher angesehen, der fotograf S. war etwas langsam und so sieht es irgenwie aus, als würde ich vor irgendetwas davon rennen. nein nein, ich wollte nur gucken.



Dezember 03, 2009
Filed Under (filme, unterwegs) by optimistin

1 mal im advent gehört es dazu, einen faulen dvd-abend mit “tatsächlich liebe” bzw “love actually” zu machen. bei mir hat er vorgestern stattgefunden und ich habe es genossen wie immer :-) man glaubt am ende wieder an die große liebe, daran, dass jeder topf einen deckel findet, und dass filme in originalversion einfach so viel besser sind (einen ordentlichen you tube trailer habe ich leider nur auf deutsch gefunden- my apologies).

eine nebenwirkung des films ist leider, dass ich unbändige lust auf eine reise nach london verspüre. klar, ich war schon mal da und habe das house of parliament gesehen und big ben und carnaby street und den hyde park, aber das ist lange her, und ich würde inzwischen andere sachen machen wollen, anderes genießen als bei früheren besuchen. ich bin noch nie mit dem riesenrad gefahren, habe die stadt auch nicht mit ohne verkehr in der innenstadt gesehen. zum fußball wollte ich immer mal in london. vielleicht sollte ich das ganze auf die liste für nächstes jahr setzen? aber es ist halt das übliche dilemma- es gibt so viele städte, in denen ich noch nie war, sollten die nicht vorrange haben?

gleichzeitig erinnert mich love actually auch an neuseeland. während des mai und juni dort habe ich auf einem weingut in blenheim gearbeitet, wir alle hatten harte arbeit in den weinbergen 6 tage die woche, es war winter, kalt aber mit viel viel sonne! wir haben abends glühwein gemacht, und die abende und die freien sonntag verbrachten wir mit vielen filmen (und den EURO 2008-spielen auf DVD, live gucken war zeitlich schwierig, wir haben geschlafen oder gearbeitet). und in meiner erinnerung lief jeden sonntag morgen love actually. alle saßen und lagen im schlafanzug mit teetassen im wohnzimmer rum und immer gucketen wir den film. direkt im anschluss dann meistens so was wie kill bill folge 33, aber zum aufwachen und wochenende genießen am sonntag gabs nur eins.

man macht schon komische sachen im leben. and all you need is love!